„Der Rundfunkbegriff” Landesmedienanstalten veröffentlichen Gersdorf-Rechtsgutachten

Der Kommunikationsrechtler Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Universität Rostock) hatte im Auftrag der Landesmedienanstalten von Bayern, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Hessen den Rundfunkbegriff erörtert um eine praktikable Definition zu entwickeln. Das Rechtsgutachten wurde jetzt veröffentlicht.

Der Rundfunkbergiff ist von entscheidender Bedeutung für die Dichte und Strenge des medienrechtlichen Regelungsregimes: Die Qualifikation eines Angebots als Rundfunk entscheidet beispielsweise über das Zulassungserfordernis, über Werberestriktionen oder über den Vorrang des Angebots bei der Verbreitung. Allerdings verschwimmen im Zuge der Digitalisierung die Konturen des Rundfunkbegriffs bei zahlreichen Angeboten zunehmend. Die Grenze zu den Telemedien lässt sich kaum noch sicher ziehen. Hinzu kommt, dass veränderte europarechtliche Rahmenbedingungen auf dem Sektor des Telekommunikationsrechts, der E-Commerce-Richtlinie und der EG-Fernsehrichtlinie Beachtung fordern. Das Gutachten soll Hilfe bei der Anwendung des einfachgesetzlichen Rundfunkbegriffs geben und durch rechtspolitische Vorschläge zur Fortentwicklung des Rundfunkbegriffs und der rundfunkrechtlichen Bestimmungen beitragen.

Die Publikation kann über den Buchhandel oder direkt über den Verlag bezogen werden.
LPR Hessen (Hrsg.): Der Rundfunkbegriff. Vom technologieorientierten zum technologieneutralen Begriffsverständnis.
Schriftenreihe der LPR Hessen, Band 24, KoPäd Verlag München, Februar 2007.
97 Seiten, 15,00 Euro, ISBN 978-3-86736-024-1.

 
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kopaed Verlag, München (http://www.kopaed.de)