Die Netz-Gesellschaft – Folgen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft

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Das Internet revolutioniert die Medienwelt: Wer daran noch zweifelt, sollte einen Blick auf die Nutzungsgewohnheiten der „Digital Natives“ werfen, der jungen Leute, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Mit den Folgen des Medienwandels setzt sich das diesjährige lpr-forum-medienzukunft auseinander, das die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) am 4. November in Frankfurt veranstaltet. Ministerpräsident Roland Koch nimmt dies zum Anlass, in einer medienpolitischen Grundsatzrede das Spannungsfeld von Rundfunk und Internet auszuloten.

Der Zukunftsforscher, Unternehmensberater und Psychologe Peter Kruse hat sich in der „Generation Internet“ den Ruf als Vordenker und Interpret komplexer Netzwerke erworben. Sein zentrales Thema ist die Frage, wie Menschen mit Hilfe des Internet so zusammenwirken können, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile: Es geht um kollektive Intelligenz, so wie sie sich beispielsweise in Wikipedia dokumentiert, um globale Vernetzung, die in Social Networks wie Facebook oder YouTube Alltag geworden ist, um die wachsende Macht der Nutzer, die durch die Bewertung von Inhalten Themen setzen und Kampagnen starten. Damit geht es um neue Identitäten und Wertesysteme, die durch solche globalen Netzwerke entstehen. Welche Folgen wird dieser Wandel für traditionelle wie neue Medien haben, wie werden sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern? Antworten darauf wird Peter Kruse, Gründer und Leiter des Bremer Beratungsunternehmens nextpractice GmbH, in seiner Keynote geben.

Seine Thesen und Erkenntnisse werden beim lpr-forum-medienzukunft von Machern und Kennern der Web 2.0-Branche diskutiert: Ibrahim Evsan steuert seine Erfahrungen als Mitbegründer der Videoplattform und Community sevenload bei; die Medienwissenschaftlerin Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg stellt Ergebnisse ihrer jüngsten Studie „Jugendliche und Web 2.0“ vor, die in Zusammenarbeit mit dem Hans-Bredow-Institut entstanden ist. Die Medienökonomin und Bloggerin Gisela Schmalz hat sich in ihrem kürzlich erschienenen Buch „No economy. Wie der Gratiswahn das Internet zerstört“ mit den wirtschaftlichen Folgen der veränderten Mediennutzung auseinandergesetzt. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Ulrike Reinhard, die sich selbst als „Vernetzerin“ bezeichnet, mit Aspekten der Online-Kommunikation; sie ist Mitinitiatorin der Plattform DNAdigital, die den Dialog zwischen den „Digital Natives“ und Unternehmensmanagern befördern will.

Die gewandelte Medienwelt wird nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeit der Landesmedienanstalten bleiben. Der Frage, welche Herausforderungen sich daraus für die Landesmedienanstalten ergeben, gehen der Direktor der LPR Hessen, Wolfgang Thaenert, und der Vorsitzende der Versammlung, Winfried Engel, nach. Die LPR Hessen nimmt im Rahmen dieser Veranstaltung ihr 20-jähriges Bestehen zum Anlass, um gemeinsam mit ausgewiesenen Experten über die Netz-Gesellschaft nachzudenken und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Im Anschluss an die Debatte bietet ein Empfang Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zum Networking zwischen Vertretern aus Medien, Politik, Kultur und Wirtschaft in den Räumen des Westhafenpier 1 am Frankfurter Mainufer.

Weitere Informationen unter www.lpr-forum-medienzukunft.de

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