Digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) bald auch in Hessen

Die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hat sich in ihrer heutigen Sitzung für eine zeitnahe Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T) in Hessen ausgesprochen.

Die Einführung von DVB-T ist im Interesse der Angebotsvielfalt für die Zuschauer notwendig: Neben Kabel und Satellit steht dem Zuschauer mit DVB-T ein dritter attraktiver Verbreitungsweg bzw. Empfangsstandard zur Verfügung. Die digitale Technik ermöglicht die Übertragung von deutlich mehr Programmen in einer besseren Qualität als mit der bisherigen analogen Technik.

Nachdem Berlin und Brandenburg als erste Bundesländer das "Überallfernsehen" eingeführt haben, wird derzeit die Verbreitung von terrestrischem digitalen Fernsehen in weiteren deutschen Ballungsräumen vorbereitet. Auch in Hessen werden die Planungen konkret.

"Die digitale Technik ist der Standard der Zukunft. Aus diesem Grund müssen wir uns für den Umstieg von analog auf digital einsetzen. Dies aber nicht nur im Ballungsraum Rhein-Main, sondern auch in anderen Landesteilen", betonte Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen.

Der Wechsel von analoger auf digitale Technik ist ab Herbst 2004 geplant.

Aus Sicht der Versammlung wird der Umstieg von Analog- auf Digitaltechnik in den Regionen außerhalb des Rhein-Main-Gebietes nicht marktgetrieben erfolgen können. Die Kosten für einen solchen Umstieg sind für die privaten Veranstalter nicht refinanzierbar. Aus diesem Grund wird die LPR Hessen eine entsprechende Förderung vornehmen müssen. "Wir werden die Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens in Nord- und Mittelhessen finanziell unterstützen müssen. Hierfür bedarf es weiterer Mittel aus dem Anteil an der Rundfunkgebühr", so Engel weiter. "Wenn die Medienanstalt den ihr ursprünglich zustehenden 2%-Anteil erhält, wird die Finanzierung von DVB-T in mehreren Landesteilen möglich. Die Zuschauer in Hessen haben dann erweiterte Möglichkeiten ohne zusätzliche Kosten!"

Medienkompetenzprojekte der LPR Hessen: eine Erfolgsbilanz


Zur Förderung der Medienkompetenz hat die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) auch im Jahr 2003 ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend zahlreiche medienpädagogische Praxisprojekte erfolgreich initiiert und gefördert. Nicht zuletzt durch das Engagement der LPR Hessen ist in Hessen mittlerweile eine bunte medienpädagogische Landschaft entstanden. Insbesondere für die Zielgruppe Kinder, Jugendliche und Multiplikatoren wird das Angebot kontinuierlich ausgeweitet.

In diesem Zusammenhang hat die LPR Hessen erstmalig einen MedienKompetenzPreis Hessen, den MediaSurfer, ausgelobt. Der Preis würdigt Projekte von und mit Kindern und Jugendlichen und will natürlich zur Nachahmung auffordern.

Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung, unterstrich, dass die Vermittlung von Medienkompetenz auch in Zukunft einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt der LPR Hessen darstelle. Die LPR Hessen verfolge damit zwei Ziele: "Medientechnisches Know-how und die Befähigung zum kritisch-produktiven Umgang mit Medien und ihren Botschaften sind für Kinder und Jugendliche in der Informationsgesellschaft Schlüsselqualifikationen, die wir fördern wollen. Gleichzeitig versteht die LPR Hessen die Vermittlung von Medienkompetenz auch als präventiven Jugendschutz. Sie ist wichtiges Instrument und notwendige Ergänzung zum gesetzlichen Jugendmedienschutz."