Diskutieren und Moderieren: Schüler machen Medien

Workshops in Schulen sollen Medienkompetenz vermitteln

Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) und die bundesweite Jugendinitiative STEP 21 schicken den Medienbus an elf Schulen in Wiesbaden und in vier weiteren Landkreisen, um mit Schülern medienpraktisch zu arbeiten. Heute war Auftaktveranstaltung in Wiesbaden.

In der Europa-Schule Dr. Obermayr in Wiesbaden fand heute die Auftaktveranstaltung zur STOPandGO-STEP 21-Bustour durch Wiesbaden und die Landkreise Rheingau-Taunus, Main-Taunus, Wetterau und Main-Kinzig statt. Die Schüler der ersten beiden Schulen präsentierten hier das Ergebnis ihrer Workshops: Eigene Filme, Radioshows und Ausschnitte der selbst erstellten Talk-Show. Zu den interessierten Zuschauern zählten der Schuldezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, Helmut von Scheidt, der Referatsleiter für Medienkompetenz im Hessischen Kultusministerium und Vertreter der Kultusministerin, Ministerialrat Rudolf Peschke, und die Projektinitiatoren, Sonja Lahnstein-Kandel (STEP 21) und Marita Eilrich (LPR Hessen).

In den vergangenen vier Tagen haben die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule und der Europa-Schule Dr. Obermayr intensiv gearbeitet, Geschichten entwickelt, Radioshows moderiert, vor und hinter der Filmkamera agiert und eine Talkshow inszeniert. Ziel der Workshops ist es, die Kompetenzen der Jugendlichen im Umgang mit Medien zu fördern. Die Teilnehmer sollen durch praktische Medienarbeit eigene Fähigkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten besser kennen lernen und angeregt werden, ihr Lebensumfeld aktiv mit Medien zugestalten.

Im Rahmen der Bustour führen zwei Medienpädagogen an den elf Schulen je zwei Projekttage durch. In den Workshops geht es theoretisch und praktisch um Film, Radio oder Talkshow. Der "Medienbus" hat das hierzu erforderliche Arbeitsmaterial - vom Mikro bis zum Schnittsystem. Im Vorfeld waren die betreuenden Lehrer aller beteiligten Schulen durch eine Fortbildung auf die Workshops vorbereitet worden.

Marita Eilrich, Stellvertretende Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen, betont die Chancen des Projektes: "Die Vermittlung von Medienkompetenz ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind der Meinung, dass gerade die medienpraktische Arbeit das Verständnis von Medien fördert. Die STOPandGO-STEP 21-Bustour zeigt, wie Medien gemacht werden. So wird den Schülern ein kompetenter Umgang mit ihnen ermöglicht."

Die LPR Hessen mit Sitz in Kassel ist als Landesmedienanstalt primär für die Regulierung des privaten Rundfunks in Hessen zuständig. Die Vermittlung von Medienkompetenz im Sinne eines präventiven Jugendmedienschutzes bildet einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt der LPR Hessen. Besonderes Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche fit zu machen für einen selbstbestimmten Umgang mit Medien. Daher initiiert und unterstützt die LPR Hessen eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte - wie auch diese Bustour.

Als Antwort auf die ausländerfeindlichen Übergriffe Anfang der neunziger Jahre wurde die Jugendinitiative STEP 21 gegründet. Hierzu werden Projekte entwickelt, um Werte wie Toleranz und Verantwortung bei den Jugendlichen zu festigen. Das Konzept der Initiative STEP 21 wurde im Frühsommer 2003 auch bei dem "Runden Tisch gegen Gewalt" des Bundeskanzlers präsentiert und traf dort auf breite Zustimmung.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Medienkompetenz-Projekten der LPR Hessen sowie zu der Jugendinitiative STEP 21 finden Sie auf www.lpr-hessen.de unter "Medienkompetenz" und www.step21.de.

Tour-Daten und Infos zur STOPandGO-STEP 21-Bustour 2005