Einführung digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T) in Hessen

Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hat zusammen mit den Landesmedienanstalten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, dem Hessischen Rundfunk, dem Südwestrundfunk und dem ZDF sowie Vertretern privater Veranstalter am heutigen Montag eine Vereinbarung für die DVB-T-Einführung in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg unterzeichnet.

Mit der Vereinbarung ist der Startschuss gegeben, noch im Laufe des Jahres 2004 digitales terrestrisches Fernsehen für öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk im Rhein-Main-Gebiet einzuführen. Als beispielgebend für die Einführung der neuen Schlüsseltechnologie kann dabei die enge Zusammenarbeit der beteiligten Länder, ihrer Landesmedienanstalten und der verschiedenen Landesrundfunkanstalten angesehen werden. Der Vorsitzende des federführenden DVB-T-Lenkungsausschusses, der Direktor der LPR Hessen, Prof. Wolfgang Thaenert, sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. "Ohne diese konstruktive Zusammenarbeit wäre es im Ballungsraum Rhein-Main nicht möglich gewesen, die länderübergreifenden frequenztechnischen Voraussetzungen für die Einführung von DVB-T in der gesamten Region zu schaffen", so Thaenert.

Voraussichtlich noch vor Weihnachten 2004 können die Bürgerinnen und Bürger im Sendegebiet Rhein-Main mehr als 20 TV-Programme über Antenne empfangen. Um die Angebote nutzen zu können, sind lediglich eine im Handel zu erwerbende Empfangsbox und bei günstiger Lage der Wohnung eine kleine Stabantenne vor den Fernseher bzw. Videorecorder zu schalten. Seit der Markteinführung in Berlin sind die Empfangsboxen bereits für unter 100 Euro zu erhalten.

Mit dem Rhein-Main-Gebiet wird nach Berlin, Köln und Hannover/Bremen ein weiterer wirtschaftspolitisch bedeutender Ballungsraum Deutschlands mit digitalem terrestrischem Fernsehen versorgt.

Prof. Thaenert erklärt hierzu: "Als großflächiges Vorhaben hat das in Berlin gestartete "Überall-Fernsehen" die realistische Chance, bundesweit nicht das Schicksal eines "Hier-und-da-Fernsehens" zu erleiden".

Neben Satellit und Kabel sind damit die Voraussetzungen geschaffen, dass sich ein dritter Übertragungsweg für die Versorgung mit Fernsehprogrammen durchsetzen kann. "Die Landesmedienanstalten werden im Dienste der Zuschauer auch weiterhin nach Kräften die Einführung neuer technischer Infrastrukturen für vielfältige Programmangebote fördern", ergänzte Thaenert, der auch Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) ist. "Für Hessen gilt es jetzt, DVB-T zeitnah auch im Norden des Landes zu ermöglichen."

DVB-T Startregion Rhein-Main - Projektplan Rhein-Main-Gebiet

DVB-T Startregion Rhein-Main - Empfangsgebiet