Ergebnisse der 13. Sitzung der Versammlung der LPR Hessen am 18. Februar 2013 in Kassel

Versammlung spricht sich für Fortsetzung der digitalen terrestrischen Verbreitung von RTL auch in Hessen aus

Die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) hat in ihrer heutigen Sitzung auch die weitere Entwicklung des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB T) in Hessen beraten. Hintergrund ist die Ankündigung von RTL, die Programme ab Ende 2014 nicht mehr über DVB-T auszustrahlen. Das digitale terrestrische Fernsehen ist in der bisher angebotenen Form für den Verbraucher eine günstige Empfangstechnologie. Außer der Zimmerantenne und der DVB T-Box sind keine weiteren Kosten und keine monatlichen Gebühren zu entrichten. Auch der fortentwickelte Standard DVB-T2 verspricht kostengünstige Fernsehprogramme. Schätzungen zufolge liegt die Nutzung von DVB-T im Rhein-Main-Gebiet bei bis zu 20 Prozent. RTL begründet den geplanten Ausstieg u. a. mit den in der Relation zu der Kabel- und Satellitenverbreitung deutlich höheren Kosten des Übertragungsweges via DVB-T.

„Die digitale terrestrische Verbreitung der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Programme ist für den Verbraucher eine sehr kostengünstige Alternative zum Empfang über Kabel oder auch über Satellit“, so Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung. „Daher wird sehr bedauert, dass RTL die digitale terrestrische Verbreitung mit Ablauf des Jahres 2014 beenden wird. Die LPR Hessen wird sich jedenfalls auch weiterhin nachdrücklich für einen eigenständigen terrestrischen Rundfunkverbreitungsweg einsetzen“, so Engel weiter.

Veränderte Beteiligungsverhältnisse bei Radio/Tele FFH als medienrechtlich unbedenklich befunden

Die Versammlung der LPR Hessen hat ferner darüber befunden, die folgenden sich verändernden Beteiligungsverhältnisse bei der Radio/Tele FFH GmbH & Co. Betriebs KG als medienrechtlich unbedenklich anzusehen. Dies betrifft die Einbringung der Gesellschaftsanteile der „Taunus Verlag GmbH & Co KG“ in die „Usinger Anzeiger Rundfunk Beteiligungs GmbH & Co. KG“ sowie der „Gelnhäuser Tageblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG“ in die „Gelnhäuser Tageblatt Rundfunk Beteiligungs GmbH & Co. KG“. Als medienrechtlich unbedenklich sieht die Versammlung der LPR Hessen auch die Einbringung der Gesellschaftsanteile der „VRM Rundfunk Holding GmbH & Co. KG“ in die „HZ Rundfunk Beteiligungs GmbH & Co. KG“ sowie die der „Wiesbadener Kurier GmbH & Co. Verlag und Druckerei KG“ in die „WK Rundfunk Beteiligungs GmbH & Co. KG“ an.

Veranstaltungsradio zur internationalen „Woche gegen Rassismus“ auf 92,9 MHz in Frankfurt genehmigt

Die Versammlung der LPR Hessen erteilte ein Zulassung zur Veranstaltung eines Rundfunkprogramms anlässlich der internationalen „Woche gegen Rassismus“ in Frankfurt am Main. Das von der gemeinnützigen Medienhaus GmbH beantragte Hörfunkprogramm wird in der Zeit vom 8. bis 24. März 2013 verbreitet werden. Beabsichtigt ist, das Programm auch im Internet über www.rockfun24.de auszustrahlen. Das Veranstaltungsradio berichtet zum einen über die unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Initiativen im Rahmen der internationalen „Woche gegen Rassismus“ in Frankfurt am Main und solchen in ganz Deutschland und zum anderen ist es Teil eines umfangreichen Ausbildungsprogramms hessischer Nachwuchsjournalist/innen. Etwa 70 Jugendliche lernen dabei das radio-journalistische Handwerk kennen und erhalten so einen Beitrag zur Berufsqualifizierung. Das Besondere daran ist, dass sie unter Live-Bedingungen lernen, wie Radio gemacht wird. Interviews vor Ort, Live-Übertragungen und Reportagen sind genauso Bestandteil des Veranstaltungsradios wie Musik-, Lokal- und Weltnachrichten. Das Programm der internationalen „Woche gegen Rassismus“ wird über die UKW-Frequenz 92,9 MHz am Standort Rechneigrabenstraße Frankfurt verbreitet.

Die Versammlung der LPR Hessen konnte die Zulassung im vereinfachten Verfahren erteilen. Die Zulassung beschränkt sich auf Ort und Dauer der Veranstaltung. Werbung und Sponsoring sind zulässig.

Kontakt bei Rückfragen: LPR Hessen, Tel.: 0561 9358612.