Frankfurter Wirtschafts-Radio startet im Frühjahr neu

Die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) genehmigte in ihrer gestrigen Sitzung in Kassel die Übertragung der F.A.Z.-Anteile am F.A.Z. Business-Radio Hessen auf Frankfurt Business-Radio (FBR). FBR wird mit verändertem Programmkonzept den Sendebetrieb spätestens am 1. April 2003 wieder aufnehmen.

Seit Ende April 2002 war die F.A.Z. Business-Radio Hessen GmbH & Co. KG mit dem F.A.Z.-Business Radio in Hessen auf Sendung. An der Gesellschaft waren die zwei F.A.Z.-Gesellschaften (F.A.Z. Radio Beteiligungs-GmbH & Co. KG und F.A.Z. Business-Radio Hessen Geschäftsführungs GmbH) mit 80 % beteiligt; 20 % hielt die Frankfurt Business-Radio GmbH & Co. Betriebs-KG (FBR).

Im Herbst hatte die F.A.Z. die LPR Hessen informiert, dass sie ihr Hörfunkengagement in Deutschland nicht weiter betreiben würde. Ende November 2002 wurde das Programm eingestellt.

Die F.A.Z.-Gesellschafter beantragten bei der LPR Hessen die medienrechtliche Genehmigung der Übertragung ihrer Anteile auf den bisherigen Minderheitengesellschafter FBR.

Parallel dazu beantragte FBR die Fortführung des Wirtschaftsradios als Alleingesellschafterin mit einem veränderten Programmkonzept.

Nach ausführlicher Prüfung hat die Versammlung in ihrer gestrigen Sitzung die Übertragung der Gesellschaftsanteile und die Veränderung des Programmkonzeptes als medienrechtlich unbedenklich bestätigt und genehmigt.

Frankfurt Business Radio ist verpflichtet worden, den Sendebetrieb bis spätestens zum 1. April 2003 wieder aufzunehmen. Das Programm wird in Bensheim (103,3 MHz), Frankfurt (97,1 MHz), Gießen (105,2 MHz), Wetzlar (105,0 MHz), später auch in Fulda (99,2 MHz) terrestrisch und hessenweit über Kabel wieder zu empfangen sein.

Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen, hob die Bedeutung eines Wirtschaftsradios hervor: "Wirtschaftsnachrichten sind für die Gesellschaft heute von großer Bedeutung. Aus diesem Grund bewerten wir die Fortführung des Business-Radios aus und für Hessen sehr positiv. Gleichzeitig erwarten wir auch weiterhin ein journalistisch anspruchsvolles und für die Hörer attraktives Programm."

Versammlung erteilt Zulassungen für Veranstaltungsfunk

Die Versammlung der LPR Hessen hat in ihrer gestrigen Sitzung drei Zulassungen für Veranstaltungsrundfunk im vereinfachten Verfahren erteilt:

Die Martin Hecht GmbH wird die "Heimtextil 2003", eine internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien in Frankfurt am Main, vom 07. bis 12. Januar 2003 mit einem Radioprogramm begleiten. Das Programm enthält Beiträge zur Messe, Servicemeldungen wie Hinweise zur Verkehrs- und Parkplatzsituation um das Messegelände, Musiksendungen und aktuelle Nachrichten.

Anlässlich der drei parallel veranstalteten internationalen Consumer Messen "Beautyworld", "Paperworld" und "Christmasworld 2003" in Frankfurt am Main wird die Martin Hecht GmbH vom 24. bis 29. Januar 2003 ein Radioprogramm ausstrahlen. Das Programm soll neben Musik, Service und aktuellen Nachrichten insbesondere Informationen und Berichte rund um die drei Messen liefern.

Auch aus Anlass der internationalen Messe "Ambiente 2003" in Frankfurt am Main wird die Martin Hecht GmbH vom 13. bis 18. Februar 2003 ein Radioprogramm veranstalten. Das Programm soll die internationale Fachmesse für Schmuck, Geschenke, Möbel, Dekoration, Kochen und Tafeln mit Beiträgen über Messeveranstaltungen, Aussteller und Besucher begleiten.

Für die Verbreitung der drei Veranstaltungsradios steht voraussichtlich die Frequenz 95,1 MHz zur Verfügung.

Die Zulassungen der Veranstaltungsrundfunkprogramme ergingen im vereinfachten Zulassungsverfahren. Nach dem Hessischen Privatrundfunkgesetz (HPRG) kann die LPR Hessen ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchführen, wenn Sendungen im örtlichen Bereich einer öffentlichen Veranstaltung verbreitet werden sollen. Die Zulassung ist regional begrenzt und beschränkt sich auf die Dauer der Veranstaltung. Werbung und Sponsoring sind im Rahmen des Veranstaltungsrundfunks zulässig.