Hessische Offene Kanäle starten ins digitale Netz:

Ab dem 7. August 2008 sind alle vier Offenen Kanäle (OK) in Hessen auch auf digitalem Weg über das hessische Kabelnetz zu empfangen. Nachdem der OK Kassel bereits seit vergangenem Herbst digital zu sehen ist, folgen nun die OKs in Fulda, Gießen und Offenbach/Frankfurt. Deren Programme werden jetzt in den multimedial erweiterten Unitymedia-Kabelnetzen der jeweiligen Regionen weitgehend sowohl analog als auch digital verbreitet.

Durch die zusätzliche digitale Einspeisung wird das Programm des OK Offenbach/Frankfurt in Zukunft sehr viel mehr Zuschauer erreichen. Bisher konnten im Rhein-Main-Gebiet knapp 360.000 Haushalte das Programm analog verfolgen – zukünftig sind es rund 660.000 Haushalte, von denen etwas mehr als die Hälfte (360.000) analog und digital, die anderen nur digital versorgt werden. In Gießen wurde kürzlich das analoge Verbreitungsgebiet um Marburg und Dillenburg erweitert. Die insgesamt rund 76.000 Haushalte in Mittelhessen können nun den Offenen Kanal auch digital empfangen.

In Kassel und Fulda verändert sich die Zahl der Empfänger-Haushalte durch die Digitalisierung nicht: Es bleiben in Kassel rund 57.000 und in Fulda rund 30.000 Unitymedia-Haushalte. In den Netzen anderer Betreiber mit rund 25.000 Anschlüssen in Kassel und rund 1.000 in Fulda bleiben die Programme der Offenen Kanäle bis auf weiteres analog.

Der Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), Prof. Wolfgang Thaenert, begrüßt diese Entwicklung: „Die Zukunft der Rundfunkübertragung ist digital. An dieser Entwicklung müssen auch die Offenen Kanäle teilhaben. Ich bin sehr froh, dass wir in Hessen einen neuen Trend in Gang gesetzt haben!“

Im Herbst 2007 speiste Unitymedia im Rahmen der Kampagne „Jetzt Digital“ als erster der großen bundesdeutschen Kabelnetzbetreiber regionale und lokale TV-Angebote auch in digitaler Form in das hessische Kabelnetz. Die Initiative „Jetzt digital“ ist eingebettet in das von der LPR Hessen initiierte Projekt „nordig – Nordhessen digital“, bei dem es darum geht, die digitale Infrastruktur in und für Nordhessen zu fördern.

Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: 0561/93586-12.