Hohes Interesse an Regionalfernsehen Rhein-Main

Fünf Programmanbieter bewerben sich um die Zulassung eines regionalen Fernsehprogrammes im Rhein-Main-Gebiet

Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hatte im Juni 2001 TV-Frequenzen für ein regionales Fernsehprogramm im Rhein-Main-Gebiet öffentlich ausgeschrieben. Eine Zulassung haben beantragt:

  • Anbietergemeinschaft aus den Gesellschaftern Spiegel TV und dctp Entwicklungsgesellschaft für TV-Programm mbH für das Programm "XXP - Das Metropolen Programm"
  • Anbietergemeinschaft aus verschiedenen Verlagshäusern, der TaunusFilm und weiteren Unternehmen für das Programm "Inter City TV"
  • B.TV Hessen GmbH i. G. (Gesellschaften: B.TV Television GmbH & Co. KG und Bernd Schumacher) für das Programm "B.TV"
  • Anbietergemeinschaft Kulturkanal K 3 Rheinland-Pfalz e. V. für das Programm "K 3 Kulturkanal"
  • Rhein-Main-Ballungsraumfernsehen Verwaltungsgesellschaft mbH (Gesellschafter: bibo tv GmbH und EUROSTAR GmbH) für das Programm "Rhein-Main TV".

Den Bestimmungen des Hessischen Privatrundfunkgesetzes (§ 12 Abs. 5 HPRG) entsprechend ist im Rhein-Main-Gebiet ein regionales Fernsehprogramm anzubieten. In dem Programm muss das politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben der Region dargestellt werden. Die Berichterstattung hierüber muss an Werktagen mindestens 240 Minuten, an Sonn- und Feiertagen mindestens 120 Minuten betragen.

Das Verbreitungsgebiet umfasst in Hessen die kreisfreien Städte Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden sowie den Kreis Darmstadt Dieburg, den Kreis Groß-Gerau, den Kreis Offenbach, den Rheingau-Taunus-Kreis, den Main-Taunus-Kreis, den Hoch-Taunus-Kreis, den Wetterau-Kreis und den Main-Kinzig-Kreis.

Zur Verbreitung des Regionalfernsehens stehen derzeit zwei terrestrische Fernsehfrequenzen in Darmstadt Süd (Kanal 30 - Reichweite 45.000 Einwohner) und Hanau (Kanal 26 - Reichweite 100.000 Einwohner) zur Verfügung.

Zusätzlich soll das Programm über die regionalen Breitband-Verteilnetze der Netzbetreiber e-Kabel und KfGW verbreitet werden. Insgesamt angeschlossen sind ca. 840.000 Wohneinheiten in Hessen.

Die Beratungen, die die Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen einschließt, starten in den Gremien der LPR Hessen ab Oktober.