Jugend-Film-Festival Schwalm-Eder öffnet seine Türen! - Medienpädagogisches Spielfilmprojekt „Gewalt und Rassismus – Ohne uns!“ präsentiert Ergebnisse

Feindschaft, Rechtsextremismus, Ausgrenzung, Mut, Angst, Gewalt, aber auch Freundschaft – Begriffe, mit denen sich wohl jeder bereits einmal beschäftigt hat. Auch in Schulen, in Freizeitclubs oder durch Medieninhalte kommen Jugendliche immer wieder mit diesen Themen in Kontakt.

Das zeigen auch die zehn Spielfilme, die am 8. März 2013 in der Homberger Stadthalle präsentiert wurden. Der Andrang zum Jugend-Film-Festival Schwalm-Eder „Gewalt und Rassismus – Ohne uns!“ war groß: Viele Gäste waren gekommen, um sich die Ergebnisse anzuschauen und Teil des Festivals zu sein. „Die Filme zeigen auf eindrucksvolle, aber auch teils erschreckende Art und Weise, wie junge Menschen mit Gewalt, Rassismus und Diskriminierung in Berührung kommen. Durch die eigenen Erfahrungen der Teilnehmer, die in die jeweili¬gen Filme einflossen, sind diese sehr authentisch. Es steckt jede Menge Herzblut drin“, kommentierte der Projektleiter Dr. Reinhard Nolle – Medienwerkstatt der Universität Kassel stolz.

Die Spielfilme sind Resultat des medienpädagogischen Spielfilm¬projekts „Gewalt und Rassismus – Ohne uns!“. In dessen Rahmen produ¬zierten seit Sommer 2012 Vereine, Initiativen und Schulen aus dem Schwalm-Eder-Kreis kurze Spielfilme über Rechtsextremismus, Gewalt, Ausgrenzung und Zivilcourage. „Für die Initiatoren von „Gewalt und Rassismus – Ohne uns!“ liegt der besondere Reiz der Projekte darin, dass die teilnehmenden Jugendlichen ein gesellschaftlich und politisch sehr rele¬vantes Thema mit eigenen Erfahrungen und Geschichten verknüpfen“, betont Jürgen Kerwer, Hessische Landeszentrale für politische Bildung.

„Die Projektteilnehmer sind alle im Alter von 11 bis 20 Jahren und kommen aus der Region. Leider ist der Schwalm-Eder-Kreis im Hinblick auf die rechtsextreme Szene keine unbekannte Gegend in Hessen und Deutsch-land. Wir wollen zur Aufklärung über dieses Thema beitragen und Augen öffnen“, sagt Stefan Bürger, Koordinator des Projekts „Gewalt geht nicht“ im Schwalm-Eder-Kreis. „Für Homberg, als Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises, ist es ein besonderer Event. Und es freut uns, dass wir das Festival heute hier veranstalten und damit vielleicht auch den einen oder anderen Blick auf unsere Region schärfen konnten“, ergänzt Klaus Herz, Stadt-entwicklungsverein Homberg e.V.

„Dass wir so viele Gäste begrüßen konnten, zeugt von der hohen Relevanz des Themas. Diese positive Resonanz lässt sich durchaus als Statement gegen Gewalt und Rassismus verstehen. Uns als Landesmedienanstalt mit dem Arbeitsschwerpunkt der Medienkompetenzvermittlung ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen eine Orientierung in Sachen Medienumgang zu geben. Sie sollen auch mit problematischen Medieninhalten und Nutzungsformen wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus kritisch umzugehen lernen. Durch die intensive Arbeit im Rahmen der medienpädagogischen Projekte konnten wir den Jugendlichen viel Know-How vermitteln“, so Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen.

„Gewalt und Rassismus – Ohne uns!“ ist ein Kooperationsprojekt der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, des Projekts "Gewalt geht nicht!" des Schwalm-Eder-Kreises, der Hessischen Landesanstalt für priva¬ten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), der Medienwerkstatt der Universität Kassel sowie des Stadtentwicklungsvereins Homberg e. V.

Die Filme sind auch online unter www.jugendfilmfestival-schwalm-eder.de abrufbar. 

 

Kontakt bei Rückfragen:
Annette Schriefers (LPR Hessen), Tel.: 0561 93586-12
Dr. Reinhard Nolle (Projektleiter), Tel.: 0160 97861627

 

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