„Lernen trotz Null Motivation”

Kooperationspartner bescheinigen Offenen Kanälen sehr gute Arbeit. Untersuchung belegt Bandbreite und Nutzen der Kooperationsprojekte mit Offenen Kanälen.

Im Auftrag der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hat Prof. Dr. Franz Josef Röll (Dekan Fachbereich Sozialpädagogik, Hochschule Darmstadt) zwölf Kooperationspartner der Offenen Kanäle in Hessen befragt. Es galt zu prüfen, ob die Konzepte der Offenen Kanäle zielgruppengerecht ausgestaltet sind und spezielle Bedürfnisse berücksichtigen, ob sie den Anforderungen der aktuellen Medienpädagogik Rechnung tragen, den Erwartungen von Teilnehmern und Partnern entsprechen und nachhaltig zum Zugewinn an Medienkompetenz beitragen.

Rölls jetzt veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass die Maßnahmen der Offenen Kanäle vielfältige positive Auswirkungen haben. Das primäre Anliegen der Medienprojektzentren, die Wirkungsweisen der Medien zu verdeutlichen, zu aktiver Medienarbeit anzuregen, das tägliche Fernsehprogramm kritischer bewerten und sich mit Medien besser ausdrücken zu können, funktioniert in der Praxis. Neben der Vermittlung dieser Medienkompetenz haben die Kooperationspartner der Offenen Kanäle vor allem auch die Vermittlung von sozialen Kompetenzen hervorgehoben: Die Arbeit in den Fernsehstudios verlangt gerade von jungen Nutzergruppen zielgerichtetes und kontinuierliches Arbeiten, Geduld, Ausdauer und Rücksichtnahme. Kinder und Jugendliche lernen, im Team zu arbeiten und Kompromisse zu schließen, was ihre persönlichen, sozialen Kompetenzen erheblich erweitert.

Röll kommt zu dem abschließenden Ergebnis, dass die Offenen Kanäle in Hessen in ein kooperatives Lernumfeld eingebunden sind, was ihre Arbeit sehr erfolgreich und die Angebote der Einrichtungen unverzichtbar macht.

LPR Hessen (Hrsg.): Kooperative Medienbildung. Offene Kanäle in Verbundsystemen. Autor: Prof. Dr. Franz Josef Röll.
KoPäd Verlag München, Juli 2006. 231 Seiten, 18,00 Euro.
ISBN-10 3-938028-43-2, ISBN-13 978-3-938028-43-8.


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