LPR Hessen schreibt TV-Frequenzen für regionales Fernsehprogramm im Rhein-Main-Gebiet aus

Durch die Novellierung des Hessischen Privatrundfunkgesetzes (HPRG) Ende letzten Jahres hat die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) jetzt die Möglichkeit, Regionalfernsehen in Hessen zuzulassen.

Im Rhein-Main-Gebiet kann ein Veranstalter zukünftig ein Programm anbieten, in dem das politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben der Region dargestellt wird. Das Verbreitungsgebiet umfasst die kreisfreien Städte Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden sowie den Kreis Darmstadt-Dieburg, den Kreis Groß Gerau, den Kreis Offenbach, den Rheingau-Taunus-Kreis, den Main-Taunus-Kreis, den Hochtaunuskreis, den Wetteraukreis und den Main-Kinzig-Kreis.

Zur Verbreitung des Reginalfernsehens stehen derzeit zwei terrestrische Fernsehfrequenzen zur Verfügung:

Darmstadt/Süd Kanal 30 Reichweite 45.000 Einwohner
Hanau Kanal 26 Reichweite 100.000 Einwohner

Außerdem wird die Region über Breitbandkabel mit dem Programm versorgt werden können. Die Versorgung soll über die Breitbandverteilnetze der Netzbetreiber eKabel und KfGW (Breitbandverteilnetz Groß-Gerau) an den Standorten

Frankfurt am Main 585.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Wiesbaden 138.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Friedberg 40.500 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Rödermark 26.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Usingen 16.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Dieburg 11.500 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Büttelborn, Groß-Gerau, Weiterstadt 15.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)
Riedstadt 5.000 angeschlossene Wohneinheiten (WE)erfolgen.

Die LPR Hessen hat die Fernsehfrequenzen im Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 24 vom 11. Juni 2001 öffentlich ausgeschrieben. Interessenten für ein derartiges Programmformat sind aufgefordert, Anträge bis spätestens zum 28. September 2001 bei der LPR Hessen einzureichen.