LPR Hessen verwundert über HR-Vorstoß gegen Offenen Kanal Kassel

Mit Befremden hat die LPR Hessen die Vorwürfe des Hessischen Rundfunks vom heutigen Tage gegen die Sendepraxis des Offenen Kanals Kassel registriert. Insbesondere die Massivität, mit der der HR gegen OK-Beiträge von Zeitungsredakteuren vorgeht und dies mit einer unzutreffenden Sachverhaltsdarstellung verbindet, muss irritieren.

In der Sache selbst geht es nicht um die Zulassung von Beiträgen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) für die Ausstrahlung im Offenen Kanal Kassel. Die Sendungen werden von Zeitungsredakteuren verantwortet, die im Vor- und Abspann mit ihrem Namen und ihrer Privatadresse genannt werden. Das Logo der „HNA“ ist in den Beiträgen nicht mehr vorhanden. Ebenfalls sind in Vor- und Abspann keinerlei werbliche Hinweise enthalten. Es ist mehr als unlauter, diesen Vorgang auch nur ansatzweise in einen Zusammenhang zu stellen, wie dies mit dem Hinweis auf bezahltes Themenplacement in der ARD-Sendung „Marienhof“ versucht wird.

Die Versammlung der LPR Hessen ist entgegen der Behauptung des HR über die Beiträge der Redakteure vor Aufnahme der Sendungen Mitte Februar 2006 in Kenntnis gesetzt worden. Im Rechtsausschuss der Versammlung ist überdies Mitte März die Sach- und Rechtslage ausführlich erörtert worden. Der Vorsitzende des Ausschusses wird der Versammlung der LPR Hessen in ihrer kommenden Sitzung hierüber Bericht erstatten.

Richtig ist, dass die Offenen Kanäle in Hessen allen Nutzern unentgeltlich zur Verfügung stehen. Unzutreffend ist, dass die LPR Hessen hierfür 2 % von der Rundfunkgebühr erhält. Vielmehr stehen den Landesmedienanstalten lediglich noch rund 1,9 % zu. Die LPR Hessen erhält hiervon lediglich 1,25 %. Den restlichen Anteil stellt die LPR Hessen kraft Gesetzes dem HR für Film- und Kulturförderung zur Verfügung.

 

Kontakt bei Rückfragen: LPR Hessen, Tel.: 0561/9358612