Medienpraxis für angehende Pädagogen Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda kooperiert mit Hochschule

Wenn sich jetzt in den Osterferien rund ein Dutzend Fuldaer Jugendlicher eine Woche lang mit dem Thema „Mythen und Märchen in Film und Videoclip“ beschäftigt, die Heimatstadt nach alten Geschichten durchkämmt und diese mit Hilfe moderner Technik in ein neues Videogewand kleidet, dann ist dies eine der vielen Folgen der Kooperation von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen)/Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda (MOK Fulda) und Hochschule Fulda. Seit vor acht Jahren ein Mitarbeiter des Offenen Kanals Fulda ein erstes Seminar zu einem medienpädagogischen Thema für Sozialpädagogen an der Hochschule Fulda angeboten hatte, entwickelte sich in dieser Stadt etwas ganz Besonderes: Eine Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung von „Medien“pädagogen, wie sie sich in Deutschland kein zweites Mal findet.

Ende März wurde diese Kooperation für weitere drei Jahre vereinbart. Die LPR Hessen wird mit dieser Zusammenarbeit einer ihrer Aufgaben gerecht, nämlich Bürgermedien in Form der Offenen Kanäle zu ermöglichen und innerhalb dieser Einrichtungen Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren Medienkompetenz zu vermitteln. Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen, erklärte das Interesse der LPR Hessen: „Uns ist wichtig, gerade junge Pädagogen schon während ihres Studiums als Multiplikatoren für die Weitervermittlung der Medienfertigkeiten und -kompetenzen auszubilden.“ Er freue sich, dass dies über die Fortsetzung und Ausweitung der Kooperation ermöglicht werde.

Die neue Vereinbarung legt fest, was beide Partner in die Kooperation einbringen: Von Seiten der Hochschule sind dies ein Lehrauftrag, ein pädagogischer Multimedia-Assistent für Koordination und Schulungen, studentische Hilfskräfte für die Organisation, Verwaltung und Dokumentation der Veranstaltungen sowie die Infrastruktur der Hochschule mit räumlichen und technischen Ressourcen in Form von Grafiklabor, Musiklabor, PC-Pool und Softwareprogrammen für die Bearbeitung von Audio und Video sowie HTML-Seiten.

Die LPR Hessen bietet durch ihr Medienprojektzentrum Offener Kanal Fulda drei medienpädagogische Seminare für die ersten, eher theoretisch ausgelegten Semester des Sozialwesenstudiums an und vermittelt die Studenten nach der Theorieausbildung in solche Praxisprojekte wie das jetzt beginnende zu „Mythen und Märchen“. Begleitseminare während der Praxissemester, die gemeinsame Erarbeitung von medienpädagogischen Projektkonzepten und die Praxisbegleitung bei der Durchführung runden die Ausbildung ab. Die Infrastruktur des MOK Fulda mit den räumlichen und technischen Ressourcen in Form von mobiler und stationärer Produktionstechnik, einem Fernsehstudio und einem Aufzeichnungswagen sowie die Möglichkeit, die Projektergebnisse im Kabelnetz Fulda auszustrahlen, bietet die besten Voraussetzungen für den Erfolg der Kooperation.

Und so wundert es nicht, dass der Präsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Roland Schopf, darüber nachdenkt, in Zukunft die Kooperation über den Fachbereich Sozialwesen hinaus zu einem fachbereichsübergreifenden Projekt auszuweiten. Medienkompetenz, so der Präsident der Hochschule, nütze auch Studierenden anderer Fachbereiche in ihrem späteren Berufsleben.

 

Kontakt bei Rückfragen:
Angelika Jaenicke, Beauftragte der LPR Hessen für Medienprojektzentren Offener Kanal, Tel.: 0561/7391685.