"Paducation" – Ein EU-Projekt mit Folgen

Ins Gießhaus der Universität Kassel hatten die Partner einer deutsch-schwedischen Zusammenarbeit zum 24. Juni eingeladen. Zwei Jahre lang beschäftigten sich je zehn Lehrkräfte der Kasseler Lichtenbergschule und des Rudbeck-Gymnasiums in Sollentuna in der Provinz Stockholm mit der Frage des pädagogisch sinnvollen Tablet-Einsatzes im Unterricht. Als COMENIUS-Regio-Projekt im „Programm für Lebenslanges Lernen“ der Europäischen Union wurde die Maßnahme gefördert, und in Kassel stellten jetzt die handelnden Personen im Rahmen der Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse vor.

Dass die Nutzung von Tablets im Unterricht das Lernen bereichern und sowohl Lehrkräften als auch Schülern mehr als nur Spaß bringen kann, lässt sich aus der praktischen Arbeit an beiden Schulen und auch aus der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts durch die Universitäten Kassel und Södertörn bilanzieren. Um das große Interesse von Jugendlichen an den digitalen Medien zu nutzen und gleichzeitig die ‚digitale Kluft‘ zwischen Lehrkräften und Schülern zu verkleinern, ging „Paducation – Challenge-based education in a digital environment“ im Sommer 2013 an den Start. In der Folge entschied die schwedische Schulbehörde 2014, das Rudbeck-Gymnasium so auszustatten, dass jeder Lehrer und jeder Schüler über ein Tablet verfügt. Und die Gesamtkonferenz der Lichtenbergschule entschied am gestrigen Nachmittag mit großer Mehrheit, den „Paducation“-Weg weiterzugehen.

Das von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) vor allem konzeptionell und organisatorisch unterstützte Projekt wurde gestern mit der Abschlussveranstaltung beendet. Neben dem Lichtenberg-Team und zwei Projektbeteiligten aus Sollentuna, die über die positiven Erfahrungen berichteten und Anwendungsbeispiele aus der Tablet-Arbeit zeigten, waren auch Vertreter vieler anderer Schulen aus Stadt und Landkreis, Schulträger, Weiterbildungseinrichtungen und politische Entscheider am Thema interessiert.

Kontakt bei Rückfragen:
Annette Schriefers, LPR Hessen, Tel.: 0561 93586-12