Positive Entwicklung der privaten Rundfunklandschaft in Hessen

Die Angebote privater Radio- und Fernsehveranstalter aus und für Hessen sind vielfältig, abwechslungsreich, informativ und unterhaltsam. Dieses Zwischenfazit zog die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) in ihrer heutigen Sitzung.

Der Programmausschuss der Hessischen Landesmedienanstalt hatte sich in der vergangenen Woche über die Produktionsbedingungen bei der RTL Hessen TV GmbH informiert. Eine im Vorfeld durchgeführte Analyse des werktäglich 30-minütigen Hessenfensters bei RTL brachte positive Ergebnisse: In den Berichten wurden vorwiegend hessische Themen aufgegriffen, wobei sich die Vielfalt der Ereignisse im Land auch im Programm widerspiegelte.

In ihrer heutigen Sitzung hat sich die Versammlung der LPR Hessen mit dem Programm des Wirtschaftsradios Main FM befasst und in diesem Zusammenhang auch ein Gespräch mit den Verantwortlichen des Senders geführt. Dem Gespräch vorangegangen waren mehrere Analysen über den Anteil der redaktionellen Berichterstattung und der Wirtschaftsinformationen im Programm. Die Analysen zeigen, dass die Berichterstattung den formellen Anforderungen in quantitativer Hinsicht genügen. Die Sendervertreter berichteten über die programmliche Entwicklung und kündigten an, die Wirtschaftskompetenz des Senders künftig stärker in den Vordergrund zu rücken.

"In den 15 Jahren, in denen sich der private Rundfunk in Hessen etabliert hat, ist eine vielfältige Rundfunklandschaft entstanden. Mit mehreren privaten Radioangeboten für unterschiedliche Zielgruppen und Geschmacksrichtungen und sogar zwei privaten Fernsehveranstaltern ist es gelungen, den Hörern und Zuschauern in Hessen ein abwechslungsreiches und informatives Programm zu bieten", so Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen. Engel kündigte an, die Programme der hessischen Privaten weiter aufmerksam zu beobachten, wie es Aufgabe der Hessischen Landesmedienanstalt sei.
 
Manfred Schaub scheidet aus Versammlung aus

Manfred Schaub, Mitglied der Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), wird zum 3. Juni 2005 aus dem Gremium ausscheiden. Schaub war im Februar zum Bürgermeister der Stadt Baunatal gewählt worden und wird an diesem Tag sein neues Amt antreten.

Schaub vertrat seit Juli 2003 die SPD-Fraktion des Hessischen Landtages und war Mitglied des Rechts- und Satzungsausschusses der LPR Hessen. Da er als Rathauschef sein Landtagsmandat niederlegen wird, erlischt die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der LPR-Versammlung. Eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger wurde vom Hessischen Landtag noch nicht benannt.

Versammlung erteilt Zulassungen für Veranstaltungsrundfunk

Die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hat in ihrer heutigen Sitzung zwei Zulassungen für Veranstaltungsrundfunk erteilt.

Anlässlich des diesjährigen Hessentags in Weilburg vom 17. bis 26. Juni 2005 wird die Medienhaus gGmbH ein begleitendes Radioprogramm veranstalten. Auch in diesem Jahr werden die Veranstalter wieder live aus dem gläsernen Studio in Halle 1 über Veranstaltungen und Hintergründe rund um den Hessentag informieren. Das Programm soll terrestrisch über die Frequenz 98,4 MHz verbreitet werden. Darüber hinaus soll das Programm auch über Internet und über digitalradio in ganz Hessen zu empfangen sein.

Das Hessentagsradio stellt einen aktiven Beitrag zur hessenweiten Journalisten-Nachwuchsförderung dar. Denn das Programm, das alle wichtigen Bereiche, wie Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung abdeckt, wird von Jugendlichen und Profis gemeinsam gestaltet. So werden beispielsweise die vorbereitenden Workshops durch professionelle Radiomacher von Hit Radio FFH unterstützt. Gleichzeitig ist das Hessentagsradio Start des hessenweiten Medienkompetenz-Projektes "radio-starter" für Nachwuchs-Radiojournalisten, das in Kooperation mit der LPR Hessen durchgeführt wird. Nähere Informationen hierzu unter www.radio-starter.de.

Auch während der 61. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vom 13. bis 25. September 2005 in Frankfurt am Main wird ein Messeradio zu empfangen sein. Der Antragsteller Michael Meister wird für die Dauer der IAA sowie jeweils einen Tag vor und nach der Messe ein Messeradio veranstalten.

Für die Verbreitung steht am Senderstandort Frankfurt voraussichtlich die terrestrische Frequenz 88,6 MHz zur Verfügung. Auch eine Verbreitung über digitalradio ist angestrebt.

Die Zulassungen sind regional und zeitlich begrenzt. Sie beschränken sich auf den Ort und die Dauer der Veranstaltung. Werbung und Sponsoring sind im Rahmen des Veranstaltungsrundfunk zulässig.