Programmausschüsse fordern: „Erwachsen auf Probe“ nicht ausstrahlen!

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Die Programmausschüsse der Landesmedienanstalten aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz appellieren an den Sender RTL, auf die Ausstrahlung der Sendereihe „Erwachsen auf Probe“ zu verzichten.

Die Ausschüsse begrüßen, dass auch juristisch überprüft wird, inwieweit durch die Produktion dieser Sendungen das Kindeswohl und die dem Säugling und den Kindern eigene Würde der Person verletzt wurden.

Zudem wenden sich die Programmausschüsse aus ethischen Gründen gegen die Instrumentalisierung von Babies und Kleinkindern, zumal gerade die ersten Lebensjahre Menschen am meisten prägen und Traumatisierungen aus dieser Lebensphase langfristig schädigend sind. Es muss andere Wege geben, die Problematik minderjähriger Eltern zu bearbeiten.

Der Zweck, dass 16-19 jährige Paare Elternschaft testen und herausfinden sollen, ob „der Traum von der eigenen Familie für sie schon jetzt in Frage kommt“, wie RTL es formuliert, heiligt nicht die Mittel! Die Ausschüsse appellieren an RTL, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und auf das Format insgesamt zu verzichten.

Die Programmausschüsse der drei Landesmedienanstalten trafen sich am 18. Mai 2009 in Fulda zu einer Klausurtagung.

Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: 0561/93586-12.