Sieben Radio-Veranstalter bewerben sich um UKW-Frequenzen

Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hatte im Juli 2002 UKW-Frequenzen in Alsfeld, Rotenburg an der Fulda, Rheingau/Bingen, Fulda, Limburg, Michelstadt und Wetzlar öffentlich ausgeschrieben, die aufgrund ihrer geringen technischen Einzelreichweite als "Kette" zur Verfügung stehen. Bewerben konnten sich nach den Bestimmungen des Hessischen Privatrundfunkgesetzes (HPRG) Veranstalter neuer bundesweit verbreiteter Hörfunkprogramme. Innerhalb der Frist sind bis zum 1. Oktober 2002 sieben Anträge zur Nutzung der Frequenzen bei der LPR Hessen eingegangen:

Die Deutsche RockRadio GmbH & Co. KG im niedersächsischen Garbsen bei Hannover hat sich mit Rockland Radio um die Nutzung der ausgeschriebenen Frequenzen beworben. Das Hörfunkspartenprogramm spielt Rockmusik der letzten 30 Jahre und richtet sich an über 20-Jährige.

Die HIT MIX FM AG mit Sitz in Unterföhring bei München hat für das gleichnamige Programm die Nutzung der ausgeschriebenen Frequenzen beantragt. HIT MIX FM sendet die Hits aus den letzten 40 Jahren für 14- bis 35-jährige Zuhörer.

Mit RTL RADIO - DIE GRÖSSTEN OLDIES hat die RTL Radio Deutschland GmbH, Berlin, die Zulassung zur terrestrischen Verbreitung in Hessen beantragt. Das Oldie-Programm richtet sich an eine Kernzielgruppe zwischen 20 und 49 Jahren.

Ebenfalls einen Antrag auf Zulassung zur terrestrischen Verbreitung in Hessen hat die Radyo Metropol FM Betriebs GmbH & Co. KG aus Berlin für Radyo Metropol FM gestellt. Das türkischsprachige Musikprogramm für 20- bis 49-Jährige verbreitet überwiegend türkischen Pop, arabeske und traditionelle Musik.

Die hessische Radio/Tele FFH GmbH & Co. Betriebs-KG, Bad Vilbel, hat sich mit harmony.fm, einem Programm mit Oldies, Evergreens der 70er und intstrumentalen Titeln, um die Nutzung der ausgeschriebenen Frequenzen beworben. Das Hörfunkprogramm richtet sich überwiegend an ältere Hörer.

Die Mega Radio GmbH aus München hat für das Programm Mega Radio die Nutzung der ausgeschriebenen Frequenzen beantragt. Das bislang über Mittelwelle verbreitete Programm richtet sich an 14- bis 29-Jährige.

Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. hat die Zulassung zur terrestrischen Verbreitung ihres religiös orientierten Programms Domradio beantragt. Domradio, das derzeit über eine landesweite Zulassung in Nordrhein-Westfalen verfügt, ist auf die Themenbereiche Information, Bildung, Kultur, Liturgie, Spiritualität, Unterhaltung, Lebenshilfe, Soziales, Service und Nachrichten ausgerichtet.

Für die ausgeschriebenen Frequenzen sind gemäß dem Hessischen Privatrundfunkgesetz (HPRG) keine bestimmten Programmformate vorgeschrieben.

Die Versammlung der LPR Hessen wird die Anträge prüfen. Wenn mehrere Antragsteller die erforderlichen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, werden Einigungsgespräche oder sogar eine Auswahlentscheidung erforderlich, da die Frequenzen gemeinsam von einem Veranstalter genutzt werden sollen.