Studie untersucht Profilierungsthemen für Medienregion FrankfurtRheinMain: Entwicklungspotenzial liegt in Schnittstellen mehrerer Branchen

Die Region FrankfurtRheinMain zeichnet sich durch eine deutschlandweit einmalige Kombination aus Teilbereichen der Kreativwirtschaft, der IKT-Branche und des Finanzwesens aus, so das Ergebnis der Positionierungsstudie für die Medienregion FrankfurtRheinMain, die im Auftrag der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) erstellt wurde. Leitbranchen der Region sind die IKT-, Games-, Film- und Rundfunkwirtschaft sowie Finanzwesen, Kommunikationsdesign und Werbung. Das Wachstumspotenzial der Medienregion liegt im aktiven Ausbau der Produkte und Dienstleistungen an den Schnittstellen dieser Branchen und der Aktivierung des vor Ort ansässigen Finanzwesens.

Die Region FrankfurtRheinMain verfügt über ein aus Jahrhunderten erwachsenes wirtschaftliches Infrastrukturnetz. Neben ihrer herausragenden Stellung als Finanz- und Handelsplatz haben sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von weltweit agierenden Unternehmen in der Region angesiedelt. So haben auch Unternehmen der Medien- und Kreativwirtschaft in FrankfurtRheinMain eine Tradition. Gerade für diese gilt es, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Medienregion FrankfurtRheinMain sich als internationales Exzellenzzentrum für digitale Zukunftsmedientechnologien und Finanzexpertise für die Technologie- und Kreativwirtschaft und die Kommunikation etablieren kann. Hierzu bedarf es der Entwicklung eines Leitbildes für die Region und unterschiedlicher Umsetzungsstrategien für die einzelnen Branchen IKT-, Games-, Film- und Rundfunkwirtschaft. Deren Vernetzung mit der Finanzwirtschaft, die Förderung der Ausbildung und die Verbesserung der Kommunikation sind weitere wesentliche Aspekte.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am 2. November 2011 in der Wirtschaftsförderung Frankfurt präsentiert.

"Als wesentlicher Bestandteil unseres beruflichen und privaten Lebens bergen die Neuen Medien großes wirtschaftliches Potenzial“, erläuterte Staatssekretär Steffen Saebisch vom Hessischen Wirtschaftsministerium. „Die Studie bestätigt, dass wir mit unserer auf die Erschließung dieses Potenzials gerichteten Politik das Richtige tun. Gerade die Vernetzung der Content-Lieferer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft mit anderen Branchen sowie mit der IKT ist ein wichtiger Aspekt.“

„Um den Standort FrankfurtRheinMain auch zukünftig wettbewerbsfähig zu halten und die Ansiedlungsattraktivität für Medienunternehmen zu steigern, hat die LPR Hessen im Interesse der Standortförderung die Positionierungsstudie in Auftrag gegeben“, so Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen. „Neben einer Bestandsaufnahme der aktuell in der Region FrankfurtRheinMain tätigen Film-, Medien- und TV-, Werbe-, IT- und Finanzwirtschaft, bietet die Studie praktische Handlungsmöglichkeiten und potenzielle Profilierungsthemen für ein strategisches Standortprofil für FrankfurtRheinMain.“

„Die Wirtschaftsförderung des Landes Hessen weist ein weites Spektrum an Fördermöglichkeiten für die Kreativwirtschaft auf. Die Studie zeigt hier noch nicht erschlossene Profilierungspotenziale auf – u. a. durch die Aktivierung der Kreditwirtschaft, um schrittweise die Medienregion weiter wachsen zu lassen,“ unterstrich Dr. Herbert Hirschler, Sprecher der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank.

Konkrete Anknüpfungspunkte griff der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank auf: „Die Studie zeigt, dass wir mit unserer Schwerpunktsetzung im Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft innerhalb der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH auf die Bereiche Software/Games, Werbung/Kommunikation und Film auf dem richtigen Weg sind. Wir werden uns mit den Studienergebnissen intensiv auseinander setzen und prüfen, welche der Vorschläge wir von kommunaler Seite aus umsetzen oder unterstützen können. Gerade die Bündelung der vorhandenen Potentiale in der Region FrankfurtRheinMain sind für unseren Standort ein deutlicher Mehrwert.“

 

Die „Positionierungsstudie für die Medienregion FrankfurtRheinMain“ wurde von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) gemeinsam mit den Partnern Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde die Studie von peacefulfish – consultancy for financing the creative industries unter Leitung von Juliane Schulze.

Die Studie steht unter www.lpr-hessen.de als Download zur Verfügung.

 

Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: 0561/93586-12.