Verbreiten – Verbriefen – Vernetzen LPR-Vorsitzender zieht positive Bilanz

Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), zog im Rahmen der heutigen Sitzung der Versammlung nicht nur eine Jahresbilanz. Die hessische Landesmedienanstalt hat in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert. In den vergangenen 20 Jahren habe sie durch die Zulassung einer Vielzahl unterschiedlicher Radio- und Fernsehanbieter die Möglichkeit gehabt, den Menschen in Hessen ein vielfältiges Programmangebot zur Verfügung zu stellen. Dabei habe sie auch dafür Sorge getragen, dass die Programme den gesetzlichen Anforderungen Rechnung tragen. Darüber hinaus habe sie nicht nur die Programme beaufsichtigt, sondern auch bei den Veranstaltern Verantwortung eingefordert. Schließlich habe sie zur Unterstützung des gesetzlichen Jugendschutzes seit vielen Jahren die Medienkompetenz vor allem von Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren gefördert. Hier sei ihr eine Vernetzung der hessischen Aktivitäten besonderes Anliegen. Sehr positiv hätten sich auch die vier hessischen Medienprojektzentren Offener Kanal entwickelt. Als Bürgerfernsehen gestartet würden sie heute als Plattformen vielfältiger medienpraktischer Aktivitäten fungieren, ohne ihre Funktion als lokale Bürgermedien zu verlieren.

„Wir haben uns den Veränderungen und Entwicklungen der Medien stets gestellt und eine gesellschaftsverträgliche Medienordnung in Hessen etablieren können“, betonte Engel. „Und wir werden auch künftig dafür stehen, Medienangebote auf technisch unterschiedliche Weise zu verbreiten, uns für die Rechtmäßigkeit zu verbriefen und Medienkompetenzaktivitäten im Lande zu vernetzen“, schloss Engel.

Von der analogen Landstraße zur Datenautobahn – Vielfältige Empfangsmöglichkeiten im ländlichen Raum sichern

Aus Anlass der letzten Sitzung der Versammlung der LPR Hessen im Jahr 2009 hob LPR-Direktor Prof. Wolfgang Thaenert hervor, dass der private Rundfunk mit zunehmenden Online-Angeboten einem wachsenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzt sei. Daneben sorgten sinkende Werbeeinnahmen für eine angespannte Finanzierungssituation der Privaten. Dessen ungeachtet erlaube die duale Rundfunkordnung keine Abschläge von der publizistischen Aufgabe der Privaten. Hierzu zähle auch ein Mindestumfang an Information in Vollprogrammen. Auch die Berichterstattung in Landesfenstern und Regionalprogrammen sei von entscheidender Bedeutung für die audiovisuelle Politikvermittlung und Kommunikation vor Ort. Aufgabe der Landesmedienanstalt sei es, für die notwendigen Empfangs- und Informationsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Dazu gehöre neben den klassischen Rundfunkverbreitungsmöglichkeiten auch der Zugang zu schnellem und breitbandigem Internet in ländlichen Regionen. Die Hessische Landesmedienanstalt setzte sich dafür nicht nur mit ihrer Initiative „nordig – Nordhessen digital“, sondern auch mit Studien und der Erprobung neuer Verbreitungstechnologien ein. Einen wichtigen Beitrag zur Versorgung ländlicher Räume könnten die Kabelanschlüsse von Unity Media, Anschlüsse der Deutschen Telekom, Satellitenlösungen via ASTRA oder Eutelsat und drahtlose Netzzugänge leisten.

Die wichtigsten Ergebnisse einer Studie zu den Zugangstechnologien habe die LPR Hessen in dem Flyer „Von der digitalen Landstraße zur Datenautobahn“ erst jüngst veröffentlicht.

Radioprogramm zu den „Schulkinowochen Hessen 2010“

Die Schulkinowochen 2010 in Frankfurt und Offenbach werden von einem Radioprogramm begleitet. Vom 8. bis 12. März 2010 berichten Nachwuchsjournalisten über das vielfältige Filmprogramm mit Begleitveranstaltungen für Schulen. Das Veranstaltungsradio ist Teil eines umfangreichen Ausbildungsprogramms hessischer Nachwuchsjournalisten unter Leitung von Andreas Fauth vom Evangelischen Medienhaus in Frankfurt. Die Verbreitung des Programms erfolgt voraussichtlich über die UKW-Frequenz 92,9 MHz.

Kinderbuchausstellung „Kinderwelten“ mit Radioprogramm

Aus Anlass der Kinderbuchausstellung „Kinderwelten“ im Klingspor-Museum in Offenbach wird vom 1. Januar bis zum 15. Februar 2010 wird ein Radioprogramm produziert. Das Veranstaltungsradio bietet neben Berichten vom Veranstaltungsort Interviews und Gespräche mit Autoren, Rezensionen aktueller Kinderliteratur und Gespräche mit Schriftstellern. Das von Jochen Späth verantwortete Veranstaltungsradio erhielt die Zulassung vorbehaltlich der Verfügbarkeit einer entsprechenden UKW-Frequenz.

Die Zulassungen für die Veranstaltungsradios erfolgten im vereinfachten Verfahren. Sie sind regional und zeitlich begrenzt und beschränken sich auf Ort und Dauer der Veranstaltung. Werbung und Sponsoring sind im Rahmen des Veranstaltungsrundfunks zulässig.

Mit Sander und Repp langjährige Ausschuss-Vorsitzende verabschiedet

Die Versammlungsmitglieder Prof. Reinhard Sander und Gerhard Repp wurden in der heutigen Sitzung der Versammlung der LPR Hessen verabschiedet. Prof. Reinhard Sander ist seit der 1. Amtsperiode Mitglied der Versammlung. Er vertritt die Vorstände der anerkannten Naturschutzverbände und hat seit 1995 den Vorsitz des Rechts- und Satzungsausschusses inne. Gerhard Repp gehört der Versammlung ebenfalls seit der 1. Amtsperiode an. Er vertritt den Hessischen Handwerkstag und ist seit 2007 Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung, würdigte die Arbeit der Ausschussvorsitzenden, die das Gremium aus Altersgründen verlassen: „Prof. Reinhard Sander und Gerhard Repp haben sich mit großer Sachkenntnis für die Belange der hessischen Medienlandschaft engagiert und die Arbeit der Versammlung stets befruchtet.“

Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: 0561/93586-12.