Versammlung der LPR Hessen verabschiedet Jugendschutzrichtlinien

Die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) hat in ihrer heutigen Sitzung den "Gemeinsamen Richtlinien der Landesmedienanstalten zur Gewährleistung des Schutzes der Menschenwürde und des Jugendschutzes" zugestimmt.

Die Jugendschutzrichtlinien konkretisieren die gesetzlichen Anforderungen des 2003 in Kraft getretenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages und liefern für eine Reihe unbestimmter Rechtsbegriffe möglichst genaue Interpretationen und Bewertungshilfen. Diese waren insbesondere für den Bereich der Telemedien (z. B. Internet) erforderlich, der seit der Gültigkeit des neuen Regelwerks neben dem Rundfunk ebenfalls unter die Aufsicht der Landesmedienanstalten fällt.

"Die Jugendschutzrichtlinien sind eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Bewertung problematischer Inhalte, so Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen. "Sie tragen zu einer einheitlichen Spruchpraxis der Aufsichtsorgane bei, stellen Rechtssicherheit für die Anbieter her und gewährleisten so einen effizienten Jugendmedienschutz."

Die Jugendschutzrichtlinien treten in Kraft, sobald sie von allen Gremien der Landesmedienanstalten verabschiedet worden sind. Sie sind abrufbar unter www.kjm-online.de.

LPR Hessen einigt sich mit HR und DeutschlandRadio über UKW-Frequenzen

In Hessen haben sich die drei Bedarfsträger für UKW-Frequenzen - der Hessischer Rundfunk (HR), DeutschlandRadio (DLR) und LPR Hessen für die privaten Veranstalter - über die Aufteilung und damit zukünftige Nutzung von UKW-Frequenzen in Hessen geeinigt. Die Verständigung war notwendig geworden, nachdem der Hessische Rundfunk von ihm genutzte Frequenzen intern umwidmen wollte.

In Gesprächen unter Moderation der Hessischen Staatskanzlei haben DeutschlandRadio und LPR Hessen der geplanten internen Umwidmung von HR-Frequenzen zugestimmt. Im Gegenzug werden beiden Bedarfsträgern weitere UKW-Frequenzen zugeordnet.

Mit den Frequenzen, die die LPR Hessen für die Nutzung durch private Radioveranstalter erhält, werden die Verbreitungsbedingungen für private Radioprogramme in Hessen verbessert.

Die Versammlung der LPR Hessen wird in ihren nächsten Sitzungen auf Grundlage der gesetzlichen Versorgungsvorgaben über die Belegung der ihr für die Privaten zugeteilten Frequenzen entscheiden.
 
"Schüler machen Fernsehen in ihrer Stadt"
Versammlung genehmigt Verlängerung des Medienkompetenzprojekts Schulfernsehen Dreieich


Die Weibelfeldschule in Dreieich kann ihr Schulfernsehprogramm weitere drei Jahre via Kabel ausstrahlen. Dies entschied die Versammlung der LPR Hessen in ihrer heutigen Sitzung.

Noch in diesem Jahr soll das Projekt "Schüler machen Fernsehen in ihrer Stadt" erweitert werden. In Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt soll das Projekt "Schüler und Studenten machen gemeinsam lokales Fernsehen" starten. Dafür steht der Weibelfeldschule der Kabelkanal S 16 im örtlichen Kabelnetz Dreieich zur Verfügung, den sie schon seit 2003 für ihre medienpädagogische Arbeit nutzt. Ziel der Kooperation mit der TU Darmstadt ist die Vermittlung von medienpraktischer Kompetenz in Studierendenpraktika und als Ganztagsangebote für Schüler.

Dabei profitieren die Beteiligten von den langjährigen Erfahrungen der Weibelfeldschule, in der Schulfernsehen bereits seit 1983 produziert wird. Der Umgang mit Video- und Fernsehtechnik gehört ab Jahrgangsstufe 8 zum festen Lehrangebot der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.

Der Direktor der LPR Hessen, Prof. Wolfgang Thaenert, sieht die Vermittlung von Medienkompetenz in diesem Projekt in idealtypischer Weise verwirklicht: "Mehr als 1.000 Jugendliche haben bislang die zusätzliche praktische Medienausbildung der Weibelfeldschule genutzt, viele von ihnen mittlerweile eine berufliche Laufbahn in der Medienbranche eingeschlagen. Eine wahre Erfolgsgeschichte, die die LPR Hessen gerne weiter fördern will!"

Die Vermittlung von Medienkompetenz bildet einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt der LPR Hessen. In den vergangenen Jahren hat sie bereits eine Vielzahl medienpädagogischer Projekte initiiert und gefördert. Näheres unter www.lpr-hessen.de - Stichwort: Medienkompetenz.

Versammlung erteilt Zulassung für Veranstaltungsradio in Michelstadt

Die Versammlung der LPR Hessen hat in ihrer heutigen Sitzung die Zulassung zur Veranstaltung eines Rundfunkprogramms anlässlich des 51. Michelstädter Bienenmarktes erteilt. Die Radioinitiative "B46" um den Initiator Peter W. Schmidt vom Frankfurter Medienhaus (Zentrum für evangelische Publizistik und Medienarbeit) wird den Bienenmarkt in der Woche vom 13. bis 22. Mai 2005 täglich rund um die Uhr mit einem Radioprogramm begleiten. Die Sendungen werden voraussichtlich über die terrestrische Frequenz 94,0 MHz (50 W) zu hören sein.

Die Zulassung wird im einfachen Verfahren erteilt. Sie ist regional und zeitlich begrenzt und beschränkt sich auf Ort und Dauer der öffentlichen Veranstaltung. Werbung und Sponsoring sind im Rahmen des Veranstaltungsrundfunks zulässig.

Rückfragen bitte an Annette Schriefers, Tel.: (05 61) 9 35 86 - 12