Video@Social Media – Spannende Impulse zur Zukunft der Werbebranche

Die neuen Möglichkeiten des Bewegtbildmarketings stellt die Werbebranche vor gewaltige Herausforderungen. Wie sich im Zeitalter sozialer Medien Werbung und Medienwirtschaft neu erfinden müssen, diskutierten Experten in Frankfurt.

Die Kommunikation in sozialen Medien funktioniert nach eigenen Gesetzmäßigkeiten, was erhebliche Konsequenzen für die Werbewirtschaft hat. Es reicht nicht, Werbefilme einfach ins Netz zu stellen. Vielmehr müssen neue Formate und neue Strategien für das Bewegtbildmarketing gefunden werden, die den Gegebenheiten im Social Web entsprechen. Dass dies keine einfache Aufgabe ist, machten Marketingexperten, Werber und Kreative auf dem Forum „Video@Social Media“ deutlich, zu dem das Hessische Wirtschaftsministerium und die Hessische Landesmedienanstalt am 28. November 2016 ins Architekturmuseum in Frankfurt geladen hatten.

Nachdem Max Zimmermann von der Animationsfirma Fiftyeight Tops und Flops der Videowerbung präsentierte, zeigte der Social Media-Experte Hendrik Unger (36grad Kreativagentur), wie sich das Surf-Verhalten im Netz verändert hat. Der „Easy-Content-Lover“ bevorzuge einfache und anschauliche Medienangebote, die sich schnell und zwischendurch konsumieren ließen. Wie Unternehmen die flüchtige Wahrnehmung der Internetnutzer erreichen können, legte der Leiter Media Relations der Fraport AG, Mike Peter Schweitzer, dar. Wenn populäre Themen aufgegriffen werden, können YouTube-Videos große Reichweiten erzielen. Steffen Bärenfänger von Publicis Pixelpark und Marcus Naumann von INTO betonten, dass eine Werbekampagne in Zukunft eine Vielzahl unterschiedlicher Kanäle und Plattformen im Netz bespielen müsse, was vielfältiger Medienformate bedürfe. Dass auch die Werbung in sozialen Netzwerken Regeln unterliegt, verdeutlichten Mattias Mann und Annette Schriefers von der Hessischen Landesmedienanstalt. Sie präsentierten die FAQs „Antworten auf Werbefragen in sozialen Medien“ der Landesmedienanstalten, die über die erforderliche Kennzeichnung von Werbung aufklären. Einen Ausblick in die Zukunft gab Dr. Michael Karg von der Londoner Marketingberatung Ebiquity. Er verwies auf das Paradox, dass zwar die Ausgaben für Videowerbung im Netz weiter ansteigen würden, gleichzeitig aber deutlich werde, dass gängige Werbeformate wie Video Ads von den Nutzern als lästig empfunden und immer weniger funktionieren würden. Aus diesem Widerspruch herausführen könnten nur neue Formate, die attraktive Inhalte in den Mittelpunkt rücken.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Future Convention statt. Die Future Convention dient dem Austausch von Zukunftsideen zwischen jungen Talenten, Wirtschaftsvertretern und all jenen, die die Welt von morgen mitgestalten wollen.


Kontakt bei Rückfragen:
LPR Hessen, Annette Schriefers, Tel.: 0561 93586-12.