Yilmaz Memisoglu vertritt künftig die Interessen der Ausländerbeiräte in Hessen

Als Nachfolger des ausgeschiedenen Mitglieds Murat Çakir konnten die Versammlungsmitglieder der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) gestern ein neues Mitglied in ihren Reihen begrüßen: Yilmaz Memisoglu vertritt künftig die Interessen der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessens in der Versammlung der LPR Hessen.

Der gelernte Diplomingenieur der Elektrotechnik aus Hainburg (Kreis Offenbach) wird Murat Çakirs bisherigen Platz im Haushaltsausschuss einnehmen.
Zulassungen für Veranstaltungsrundfunk ausgesprochen

Die Versammlung der LPR Hessen hat in ihrer gestrigen Sitzung fünf Zulassungen für Veranstaltungsradio und -fernsehen erteilt:

Anlässlich des Odenwälder Weihnachtsmarktes in Michelstadt wird die EFFZ GmbH in der Zeit vom 30. November bis 24. Dezember 2001 ein Fernsehprogramm veranstalten. Das Programm wird über den Kabelkanal S25 im Breitbandverteilnetz Michelstadt verbreitet.

Das Schulfernsehen Dreieich wird in der Zeit vom 1. bis 14. November 2001 gleich mehrere Veranstaltungen mit einem Fernsehprogramm begleiten: Die 4. Ausbildungsmesse der Weibelfeldschule, das 11. Dreieicher Rollenspieltreffen und das Literaturcafé Extra. Das Programm wird auf dem Kabelkanal 16 im Kabelnetz Dreieich zu empfangen sein.

Die Frankfurter Messe "Heimtextil 2002" wird von Herrn Martin Hecht in der Zeit vom 8. bis 13. Januar 2002 mit einem Radioprogramm begleitet.

Dem Verein Medien und Kommunikation e. V. wurde eine Zulassung anlässlich der Weihnachtsmärkte in Langen, Mörfelden, Walldorf, Sprendlingen und Egelsbach erteilt. Vom 30. November bis 3. Dezember 2001 sowie vom 7. bis 10. Dezember 2001 wird das Programm über den Kabelkanal 4 im Langener Kabelnetz verbreitet.

Anlässlich der Veranstaltungsreihe "Kultur in der Region" wird der Verein Radio im Vogelsberg e. V. ein Radioprogramm veranstalten. Das Programm wird in der Zeit vom 24. November bis 2. Dezember 2001 auf der Frequenz 101,5 MHz zu empfangen sein.

Zulassungen für Veranstaltungsrundfunkprojekte kann die LPR Hessen nach dem Hessischen Privatrundfunkgesetz (HPRG) im vereinfachten Verfahren aussprechen, wenn Sendungen im örtlichen Bereich einer öffentlichen Veranstaltung und im zeitlichen Zusammenhang damit veranstaltet und verbreitet werden. Werbung und Sponsoring sind in diesen Programmen zulässig.
Landesmedienanstalten untersuchen Verwertung von Markenzeichen am Beispiel von Kindersendungen

Gemeinsam lassen die Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (lfr), die Landeszentrale für privaten Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) und die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) Kindersendungen im Hinblick auf Produktvermarktung und Beeinflussung des Mediennutzungsverhaltens von Kindern untersuchen.

Vor allem der Kinderfernseh- und Werbebereich hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Fernsehserien dienen zunehmend als Türöffner für die Platzierung von ganzen Produktpaletten. Gesicherte Erkenntnisse zu diesem Phänomen wie auch zur Ausgestaltung und Wirkung von derartigen Sendungen und Serien auf Kinder gibt es bisher nicht, sie sind aber für eine wirksame Werbekompetenzvermittlung unbedingt notwendig.

Mit dem Ziel, medienpädagogische Handreichungen zum Umgang von Kindern mit Markenverbänden zu entwickeln, hat die LPR Hessen gemeinsam mit der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (lfr) und der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) eine Studie zur Verwertung von Markenzeichen am Beispiel von Kindersendungen an das Hans-Bredow-Institut in Hamburg vergeben.
Kostensatzung geändert -Abgabensatzung beschlossen

Die Versammlung der LPR Hessen hat in ihrer gestrigen Sitzung die Kostensatzung geändert und eine Abgabensatzung beschlossen.

Die Kostensatzung, die die Erhebung von Gebühren und Auslagen regelt, ist überarbeitet worden: Mehrere gebührenrelevante Tatbestände sind neu in das Ende letzten Jahres novellierte Hessische Privatrundfunkgesetz (HPRG) und den ebenfalls novellierten Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland (RStV) aufgenommen worden. Zudem haben sich bisherige Kostenansätze teilweise als zu gering und nicht kostendeckend herausgestellt. Notwendig war die Überarbeitung und Anpassung der Kostensatzung auch durch die bevorstehende "Euro-Umstellung" geworden.

Die ebenfalls gestern beschlossene Abgabensatzung regelt die Erhebung der Rundfunkabgaben von Hörfunkveranstaltern, denen die LPR Hessen UKW-Frequenzen zugewiesen hat und die ihre Programme aus Werbeeinnahmen finanzieren. Auch mit dem Beschluss der Abgabensatzung ist die LPR Hessen modifizierten Vorgaben des novellierten HPRG nachgekommen.

Der vollständige Wortlaut der Satzungen ist in Kürze unter www.lpr-hessen.de abrufbar.