

Die Nichtkommerziellen Lokalradios, die in Hessen seit 1997 auf Sendung sind, unterscheiden sich deutlich von privat-kommerziellen (z. B. FFH) und öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogrammen (z. B. hr3). Nichtkommerzielle Lokalradios müssen nicht zwingend große Hörerkreise erreichen und sind damit nicht dem "Mainstream" verpflichtet. Sie sollen gerade solche Themen aufgreifen, die in anderen Medien kaum Beachtung finden und möglichst vielen unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft ein öffentliches Forum bieten. Nichtkommerzielle Lokalradios tragen damit zur Meinungsvielfalt in der Region bei.
Die Radios finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Fördermitteln der LPR Hessen - Werbung ist in den Programmen verboten.
Die Nichtkommerziellen Lokalradios sind als Bürgermedien auch ideale Plattform für die praktische Medienarbeit gerade von Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren. Sie sind daher auch in das Medienkompetenznetzwerk der LPR Hessen eingebunden. Manche Lokalradioinitiativen haben Kinder-, Jugend- und Schülerredaktionen, in denen Programm gestaltet wird. In Kooperation mit der LPR Hessen oder auch anderen Institutionen bieten die Nichtkommerziellen Lokalradios auch gesonderte Projekte an.
In dem Projekt "Wir mischen mit" geht es um Wahlen: Wahlentscheidungen der Bürger, Prognosen und die Berichterstattung. Gemeinsam mit der LPR Hessen, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und Schulen in Hessen begleiteten Schulklassen schon die Hessenwahl 2003, die Europawahl 2004 sowie die Kommunalwahl in Hessen 2006.
Medien machen Schule