Titel: Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien

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Pressemitteilung - Kassel, 1. November 2012

Veranstaltungsreihe an der Uni Kassel: „Brennpunkt Medien und Recht“

Wie sich unter dem Druck neuer Medien das Recht verändert – das beleuchtet eine hochkarätige Veranstaltungsreihe an der Universität Kassel. Ihr Format soll die Diskussion aus dem rein akademischen Zirkel hinausführen.

Die rasanten Entwicklungen unseres digitalen Zeitalters stellen das Recht – insbesondere das Medienrecht – vor immer neue Herausforderungen und rufen neuartige juristische Streitfragen hervor. Die Realitäten im Netz erschüttern nicht nur das bisherige Urheberrecht und hinterfragen unser sicher geglaubtes Jugendschutzsystem, sie gefährden auch die informationelle Selbstbestimmung und verändern Grundlagen der Demokratie. Eine Gesellschaft muss klären, wie sie diese Veränderungen aufnimmt und welche rechtlichen Grenzen sie setzt. Die Veranstaltungsreihe „Brennpunkt Medien und Recht“ soll dazu einen Beitrag leisten, der über rechtswissenschaftliche Kreise hinaus wirkt. Die Reihe wird getragen von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), der Universität Kassel, der Juristischen Gesellschaft zu Kassel und dem Institut für Europäisches Medienrecht (EMR).

„Die LPR Hessen pflegt den Austausch über aktuelle medienpolitische sowie -rechtliche Fragen mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und regt die gesellschaftliche Debatte über Medienfragen an“, begründet Direktor Prof. Wolfgang Thaenert das Engagement der LPR Hessen. „Diese Entwicklungen sind von höchster gesellschaftspolitischer Brisanz“, fügt Mitorganisator Prof. Dr. Dr. Walter Blocher, Direktor des Instituts für Wirtschaftsrecht an der Universität Kassel, hinzu. „Wir wollen sie daher einer breiten Öffentlichkeit zur Diskussion stellen.“

Jede der sechs Veranstaltungen beginnt mit einem Fachvortrag; anschließend werden mit zwei weiteren Vertretern aus Wissenschaft und Praxis verschiedene Ansichten des Meinungsspektrums diskutiert. Das Publikum hat Gelegenheit, sich mit Fragen und Stellungnahmen einzubringen.

Die Termine im Einzelnen:

  • Mittwoch, 21. November 2012:
    Ad ACTA legen? – Gedanken zur Zukunft des Urheberrechts

  • Mittwoch, 5. Dezember 2012:
    Gefragt ist pragmatischer Realismus! – Bausteine für einen zukunftsfähigen Jugendschutz im Netz 

  • Mittwoch, 23. Januar 2013:
    Vorwurf, Verdacht, Vorverurteilung? – Medialer Druck in Krisensituationen

  • Mittwoch, 24. April 2013:
    Liquid Democracy statt repräsentativer Demokratie?

  • Mittwoch, 22. Mai 2013:
    „Alle Bits sind vor dem Gesetz gleich“ – Netzneutralität als neues Grundrecht?

  • Mittwoch, 26. Juni 2013:
    Facebook weiß mehr als du denkst! – Soziale Netzwerke und Datenschutz

Alle Veranstaltungen finden statt im Gießhaus der Universität Kassel, Mönchebergstraße 5, und beginnen um 18.00 Uhr. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
Wegen des begrenzten Platzangebots ist jedoch eine frühzeitige Anmeldung unter
www.kassel-medienrecht.de erforderlich.

Dort finden sich auch das vollständige Programm und weitere Informationen.

Kontakt bei Rückfragen:
Prof. Dr. Dr. Walter Blocher, Universität Kassel,
Leiter des Fachgebiets Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Informationsrecht,
Tel.: 0561/804-3977, blocher@uni-kassel.de

Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen
Tel.: 0561/9 35 86-15, wunderlich@lpr-hessen.de

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