Titel: Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien

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Pressemitteilung - Kassel, 16. Dezember 2014

ProSieben MAXX künftig im Rhein-Main-Gebiet digital terrestrisch empfangbar

Die ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH kann ihr Programm „ProSieben MAXX“ künftig auch digital terrestrisch auf Kanal K 52 im Rhein-Main-Gebiet verbreiten. Dies beschloss die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) in ihrer gestrigen Sitzung.

Nachdem das Programm „ANIXE“ auf eine Weiterverbreitung verzichtete, hat die LPR Hessen die damit frei gewordenen DVB-T-Übertragungskapazitäten auf dem Kanal K 52 im Rhein-Main-Gebiet öffentlich ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung hatte sich nur ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH mit dem Fernsehspartenprogramm „ProSieben MAXX“ beworben. Das Spartenprogramm, das überwiegend US-Spielfilme, Dokumentationen und Reportagen, internationale Serien und Sitcoms für die Zielgruppe vor allem männlicher Zuschauer zwischen 30 und 59 Jahren anbietet, verfügt bereits über eine bundesweite Zulassung.

Der Kanal K 52 versorgt im Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Mainz, Hanau und Bad Homburg etwa 6,4 Mio. Einwohner mit Dachantenne. Von diesen können die Hälfte (3,2 Mio. Einwohner) die Programme auch mit einer Zimmerantenne empfangen. Mit der Aufschaltung von „ProSieben MAXX“ werden über DVB-T Rhein-Main 13 private und 13 öffentlich-rechtliche Programme abgestrahlt.

Mit der Aufschaltung von „ProSieben MAXX“ ist in Kürze zu rechnen.

Versammlung spricht sich für Mega Radio über DAB+ in Hessen aus

Die Versammlung der LPR Hessen hat sich in ihrer Sitzung am 15. Dezember 2014 für eine Zulassung und Ausstrahlung des Hörfunkvollprogramms „Mega Radio“ über DAB+ für das Verbreitungsgebiet in Hessen ausgesprochen. Alleiniger Gesellschafter von „Mega Radio“ ist die Peter Valentino Medien GmbH mit Sitz in Augsburg. Das 24-stündige Programm von „Mega Radio“ mit einem Wortanteil von ca. 60 bis 80 Prozent wird jeden Tag rund 12 Stunden deutschsprachige Programminhalte des staatlich russischen Rundfunkunternehmens „Stimme Russlands“ mit Sitz in Moskau in sein Programm integrieren. Die Zulassung steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass der LPR Hessen ein modifizierter Kooperationsvertrag der Zulassungsnehmerin mit der „Stimme Russlands“ vorgelegt wird. Dieser hat zu gewährleisten, dass die Programmhoheit über die zugelieferten Sendungen uneingeschränkt bei der Veranstalterin „Mega Radio“ bleibt.

Engel zieht positive Bilanz der Arbeit der Versammlung

In der letzten Sitzung der 7. Amtsperiode am 15. Dezember 2014 zog Winfried Engel, der Vorsitzende der Versammlung der LPR Hessen, eine Bilanz der Arbeit der vergangenen vier Jahre:

„Die Versammlung hat sich zwischen 2011 und 2014 mit einer Vielzahl von Themen befasst, die letztlich ein Ziel verfolgten: Die hessische Rundfunklandschaft im Interesse aller Hessen vielfältig und gleichzeitig ‚gesellschaftsverträglich‘ auszugestalten“, so Engel. Die Lizenzierung von Rundfunkveranstaltern, die Förderung der digitalen Übertragungsmöglichkeiten, die Förderung der Medienkompetenz und die Umstellung der Medienprojektzentren Offener Kanal auf die digitale Sendetechnik waren Sachthemen, mit denen sich das Gremium auseinandersetzte. Darüber hinaus habe die Landesmedienanstalt in Expertenveranstaltungen wie auch im öffentlichen Diskurs mit Themen wie „Big Data“ oder den sozialen Netzwerken grundsätzliche Fragen der „Mediengesellschaft“ zur Diskussion gestellt.

Die Versammlung der LPR Hessen wird sich am 23. Februar 2015 zu ihrer 8. Amtsperiode neu konstituieren. Ihr gehören auch zukünftig 30 Vertreter der gesellschaftlich relevanten Gruppen in Hessen an. Das Hessische Privatrundfunkgesetz, die Arbeitsgrundlage der hessischen Landesmedienanstalt, regelt, welche Gruppen bzw. Institutionen einen Vertreter in die Versammlung entsenden.

Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: 0561/93586-12.

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