Gewalt und Rassismus - ohne uns!

Gemeinsam einstehen - gegen Extremismus und für Demokratie!

Steckbrief/Facts

  • Zielgruppe: Schüler/innen der Jahrgangsstufen 8 und 9 sowie Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren
  • Thema: Rassismus, Extremismus, Demokratie
  • Medien: Fernsehen, Videokamera, Kurzfilm
  • Laufzeit: aktuell
  • Region: hessenweit
  • Umfang: 9 bis 11 Tage
  • Ort: in der eigenen Schule/Jugendzentrum
  • Eigenbeteiligung: -

Projektbeschreibung:

Religiös faschistische sowie fanatische rechtsextremistische Gruppierungen finden immer wieder Mittel und Wege ihr antidemokratisches faschistisches Gedankengut unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Bevölkerung zu verbreiten. Die Vermittlung von Medienkompetenz sowie die Aufarbeitung möglicher eigener extremistisch und faschistischer Erfahrungen verzahnt mit politischen Themen bietet besonders für Jugendliche im Sinn-such-Alter eine realitätsnahe Orientierung.

Gemeinsam einstehen – gegen Extremismus und für Demokratie! Hierzu leistet das medienpädagogische Spielfilmprojekt „Gewalt und Rassismus – ohne uns!“ einen Beitrag. Im Rahmen des Großprojektes „Gewalt und Rassismus – ohne uns!“ werden in Hessen und Thüringen biografisch orientierte Kurzspielfilme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen produziert, die thematisch die eigenen Alltagserfahrungen zu Rassismus und Extremismus wiedergeben sollen.

Die selbst erlebten Geschichten zu Rassismus, Extremismus, Gewalt und Ausgrenzung etc. sind Basis für die Drehbücher der Filme. Besonders spezialisierte Spielfilmteamer der Medienwerkstatt der Universi­tät Kassel werden den Projektteilnehmern bei der pädagogischen, technischen und dramaturgi­schen Umsetzung zur Seite stehen. Für das Projekt werden besonders die Landkreise und Städte angesprochen, in denen politische und/oder religiöse extremistische Übergriffe vorgekommen sind bzw. in denen ein entsprechendes Gefahrenpotential vorhanden ist.

Ablauf:

Die Spielfilmpädagogik ist eine biografische, persönlichkeits-zentrierte Methode. Sie ist einerseits auf einen hohen praktischen filmtechnischen Anteil hin orientiert sowie auf eine kognitive biografische Auseinandersetzung mit den eigenen sozialen Erfahrungen zu Gewalt und Extremismus. Die jungen Menschen schreiben die Geschichte (den Plot), das Drehbuch und ihre eigenen Dialoge selbst. Alle Teilnehmer sollen am Ende des Projektes einen fertigen 10 - 20 Min. semiprofessionellen Spielfilm (DVD) in den Händen halten, zu dem sie einen wichtigen Teil durch ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Dialoge beigetragen haben.

Die Dauer eines Projektes beträgt in der Regel 9 bis 11 Tage. Die Arbeitszeiten sind täglich von ca. 9.00 -17.00/18.00 Uhr, auch an den Wochenenden. Ca. 1 bis 2 Wochen vor Beginn eines Projektes findet in der Schule oder in dem örtlichen Jugend­zentrum für die Projektteilnehmer eine Infoveranstaltung mit den projektbetreuen­den Teamern der Medienwerkstatt Kassel und den beteiligten Lehrkräften und/oder Sozialarbeitern statt. Das Projekt und der zeitliche Ablauf wird vorgestellt - mit Beispiel­film und Diskussion zu Organisation und Inhalt. Die Projektteilnehmer bzw. Einrichtungen organisieren die Drehorte vor Ort sowie Requisiten. Ca. 14 Tage nach Ablauf der Dreharbeiten organisiert die jeweilige Schulklasse bzw. Projektgruppe eine festliche Film-Premiere, zu der andere Schulklassen, die Parallelklassen, Eltern und Pädagogen sowie die Presse und Interessierte eingeladen werden sollen.

Die Projektteilnehmer erhalten eine DVD von "ihrem" Film sowie eine Teilnahme-Urkunde.

Ansprechpartner/Anmeldung:

Die Verpflegung der Projektteilnehmer muss durch den Projektnehmer sichergestellt sein, d. h. der Projektnehmer sorgt für die Verpflegung während des gesamten Projekt­zeit­raumes und organisiert Getränke und Catering am Premierenabend. Der Projektnehmer kümmert sich um die notwendige Infrastruktur, d. h. er organisiert ein Ju­gendzentrum, einen Raum in einem Gemeindehaus oder ähnliches, in dem 9 bis 11 Tage lang die Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten können. 

Gewalt und Rassismus - ohne uns! wird im Auftrag der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessenangeboten.

Dr. Reinhard Nolle, Universität Kassel
Tel.: 0561/804-2901, E-Mail: nolle(at)uni-kassel(dot)de

Weiterführende Informationen:  

Kooperationspartner: Medienwerkstatt Universität Kassel

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