Ob Instagram, Snapchat, Facebook, WhatsApp oder YouTube – Jugendliche im Alter von 12-19 Jahren sind in den sozialen Medien unterwegs. Neben den Vorteilen der digitalen Kommunikation werden die jugendlichen Nutzer auch zunehmend mit den Negativphänomenen der digitalen Welt konfrontiert: Hasskommentare, Cybermobbing, persönliche Bekleidungen und auch Falschmeldungen sind Teil des digitalen Alltags. Jeder dritte Jugendliche hat bereits erlebt, dass in seinem Bekanntenkreis schon einmal jemand im Internet oder per Handy fertig gemacht wurde. (JIM-Studie 2016)

Die schleichende Dominanz von respektlosen Umgangsformen in Netz und auch das fehlende Bewusstsein für den „richtigen“ Umgang in den sozialen Medien waren Anlass für das gemeinsame Projekt von der Hessischen Staatskanzlei und der Hessischen Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) „Respekt digital“.

Um ein aktives Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in unserer Gesellschaft zu setzen, hat die Hessische Landesregierung 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen. Im Rahmen der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ finden hessenweit verschiedene Projekte statt, die sich für die Stärkung eines toleranten Miteinanders und der Vielfalt unserer Gesellschaft einsetzen. Mit dem Projekt „Respekt digital“ wurden Heranwachsende für einen respektvollen Umgang im Netz sensibilisiert.

Fünf Schulen aus Hessen haben sich mit ihren Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe II an dem Projekt beteiligt. Die mehrtägigen Workshops und Seminare, in denen sich die teilnehmenden Jugendlichen mit Phänomenen wie Hate Speech, Cybermobbing und Fake News kritisch auseinander setzten, wurden von der gemeinnützigen Agentur medienblau durchgeführt. Die Jugendlichen haben mit Unterstützung von professionellen Medienschaffenden eigene Medienproduktionen (u.a. Videodreh, Fotografie, Songwriting) zum Thema Respekt in digitaler Kommunikation erstellt.

Ziel des Projektes ist, dass die Jugendlichen sich mit dem Thema Respekt und der digitaler Kommunikation (selbst-)kritisch und zukunftsorientiert beschäftigen. Die Jugendlichen lernen nicht nur die theoretischen Hintergründe kennen, sondern setzen sich medienpraktisch mit einem rücksichtsvollen Miteinander im Netz auseinander.

Oskar-von-Miller Schule, Kassel
Projekt Respekt digital an der Oskar-von-Miller Schule Kassel
Justus-Liebig-Schule, Darmstadt
Projekt Respekt Digital an der Justus-Liebig-Schule Darmstadt
Wirtschaftsschule am Oswaldgarten, Gießen
Wolfgang-Ernst-Gymnasium, Büdingen
Projekt Respekt digital im Wolfgang-Ernst-Gymnasium Büdingen
Rabanus-Maurus-Schule, Fulda
Projekt Respekt digital an der Rabanus-Maurus-Schule Fulda