11. Hessisches Gesprächsforum Medien:

Virtuelle Werbung bei Sportübertragungen im Fernsehen

Unter der Fragestellung "Digital oder Original?" stellt die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) die virtuelle Werbung bei Sportübertragungen im Fernsehen zur Diskussion.

Die Veranstaltung im Rahmen des 11. Hessischen Gesprächsforum Medien findet am Donnerstag, den 26. November 1998 in Frankfurt am Main statt.

Einen internationalen Überblick über die virtuelle Werbung im Fernsehen liefern Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung, Göttingen, und Dr. Dirk Herkströter, Rechtsanwalt, Düsseldorf. Lothar Eckstein, Leiter Marketing DSF/DF1, München, stellt die technischen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung vor.

Anschließend diskutieren unter Einbeziehung der Referenten Reinhold Albert, Vorsitzender der Gemeinsamen Stelle Werbung der Landesmedienanstalten, Hannover, Dr. Theo Wolsing, Abteilungsleiter der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Heinz G. Zenk, Leiter Marketing und Kommunikation Nestlé Deutschland, Frankfurt am Main, Fuad Merdanovic, Marketingmanager der Frankfurt Lions und Willi Lemke, Manager von Werder Bremen.

Die Diskussion wird von Sybille Frütel, Institut für Sportpublizistik der Deutschen Sporthochschule Köln, und Dr. Jürgen Emig, Sportchef des Hessischen Rundfunks, Frankfurt, geleitet.

Die Frage, ob es "Digital oder Original" ist, kommt dem Zuschauer wohl nicht in den Sinn, wenn der T-Rex im Jurassic Park tobt. Auch ist wohl kaum anzunehmen, daß die Titanic nochmals tatsächlich erbaut wurde, um sie nur zum Zwecke der Unterhaltung wieder zu versenken. Anders ist die Situation, wenn beim Länderspiel USA : Deutschland auf den Trikots der Amerikaner eine deutsche Milchfirma wirbt. In diesem Fall kann sich dem Zuschauer schon die Frage stellen, ob es sich um "Digital oder Original" handelt.

Die digitale Bildbearbeitung macht es möglich, die Bande im Stadion und die Trikotaufschriften zu verändern, oder auch neue Werbeflächen - z. B. auf dem Spielfeld - zu kreieren. Damit eröffnen sich für die werbetreibende Wirtschaft, für Vermarkter, Veranstalter oder auch Fernsehanbieter neue Werbemöglichkeiten und zielgruppengenaue Vermarktungschancen. Außerdem kann auf länderspezifische Werberegelungen reagiert werden. Gleichzeitig eröffnen sich medien- und urheberrechtliche Probleme. Auch stellen sich Fragen nach der Bewertung durch den Zuschauer.

Die Veranstaltung der LPR Hessen möchte die so vielfältigen Aspekte der virtuellen Werbung, ihre Chancen, Risiken und Probleme zur Diskussion stellen.
Nähere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie unter der Telefonnummer 05 61/9 35 86 - 12