Offener Kanal Offenbach/Frankfurt trifft auf große Resonanz

Von der erfolgreichen Arbeit des Offenen Kanals (OK) Offenbach/Frankfurt, der seit dem 15.Mai auf Sendung ist, konnte sich der Programmausschuß der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), die den OK eingerichtet hat, in seiner heutigen Sitzung in den Räumen des Offenen Kanals in der Berliner Straße 175 in Offenbach überzeugen.

Wie die Leiterin des OK, Christiane Schöwer, den Ausschußmitgliedern berichtete, seien in dem öffentlich zugänglichen Fernsehstudio bislang 226 unterschiedlichste Beiträge mit einer Dauer von knapp 130 Stunden produziert worden. Mehr als 650 Bürger hätten an den Einführungskursen für Aufnahmetechnik und Nachbearbeitung teilgenommen, etwa 450 Bürger seien eingetragene Nutzer. Die fünf verfügbaren Kamera-Einheiten und die Schnittplätze seien fast rund um die Uhr ausgebucht.

In ihrer ersten Bilanz stellte Schöwer fest, daß von den Sendeanmeldern 54% aus Frankfurt, 41% aus Offenbach, 3% aus Neu-Isenburg und 2% aus Mühlheim stammten. Junge wie ältere Menschen würden ihr eigenes Programm machen: Von den Nutzern seien 41% zwischen 10 und 30 Jahre, 44% zwischen 30 und 50 Jahre und 15% älter als 50 Jahre. Auch ausländische Mitbürger nutzten den OK: 16% der Nutzer kämen aus europäischen und außereuropäischen Ländern, 84% seien deutscher Herkunft.

Das große Engagement der Nutzer und die außerordentlich starke Resonanz, auf die der Offene Kanal bei den Bürgern trifft, bewertet der Programmausschuß sehr positiv. "Daß die Bürger die Chance nutzen, eigene Themen zu setzen und mit Kamera und Mikrophon ausgerüstet ihre Ideen verwirklichen, zeigt die Notwendigkeit dieses Bürgerfernsehens", betonte Hermann Schoppe, Stellvertretender Vorsitzender des Programmausschusses, der die Sitzung leitete. "Indem der OK von den Bürgern aus Offenbach und Frankfurt gleichermaßen genutzt wird, fördert er den Austausch zwischen beiden Städten, leistet einen Beitrag zum Abbau von Animositäten und wird so zu einem wichtigen Faktor der lokalen Kommunikation."

Die LPR Hessen sah sich angesichts der rasanten Entwicklung schon im ersten Quartal nach Öffnung des OK in ihrer Entscheidung bestätigt, einen weiteren Medienassistenten einzustellen, der die Nutzer mit Rat und Tat unterstützt. Begrüßt wird auch die Einführung eines dritten Sendetages am Mittwoch, da die zwei Sendetage am Donnerstag und Freitag bereits für acht Wochen voll ausgebucht sind