Projekt "Fremde Zungen" im Offenen Kanal Offenbach/Frankfurt will zur Völkerverständigung beitragen

Möglichst viele der bislang rein fremdsprachigen Beiträge sollen auch für deutschsprachige Zuschauer verständlich gemacht werden, um so einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Mit diesem Ziel starten der Offene Kanal Offenbach/Frankfurt und das Offenbacher Arbeitsamt ein Projekt, das Hilfestellung für zweisprachige OK-Beiträge gibt.

Auf der Seite der deutschsprachigen Zuschauer des Offenen Kanals besteht ein großes Interesse, die fremdsprachigen Sendungen der Migranten besser zu verstehen, wie die Mitarbeiter der Offenen Kanäle in Hessen durch regelmäßige Nachfragen erfahren. Deshalb soll darauf hingearbeitet werden, die vielfältigen Informationen zu Kultur, Religion und Politik aus den Heimatländern der Migranten ebenso wie Informationen zu ihren Aktivitäten in Deutschland über die Zielgruppe der Landsleute hinaus auch den anderen Zuschauern des Offenen Kanals nahezubringen. Damit soll ein Beitrag zur Integration und Völkerverständigung geleistet werden.

So soll noch im Sommer das Projekt "Fremde Zungen - Migranten im Offenen Kanal Offenbach/Frankfurt" starten. Im Rahmen des Projektes, das der OK Offenbach/Frankfurt in Kooperation mit dem Arbeitsamt Offenbach durchführt, werden Teilzeitbeschäftigte den produzierenden Migranten(gruppen) auf Wunsch zur Seite gestellt. Sie sollen denjenigen Hilfestellung geben, die gerne zweisprachig arbeiten würden, dies aber ohne intensive und auch langfristige Unterstützung nicht leisten können. Auf diesem Wege sollen möglichst viele der bislang rein fremdsprachigen Beiträge auch für deutsche Zuschauer verständlich und nachvollziehbar werden. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Feste Sendeplätze sollen Orientierung erleichtern

Verstärkt spürbar ist auch das Interesse bei Zuschauerinnen und Zuschauern an einer Orientierungshilfe für die Auswahl der jeweils interessierenden Sendungen. Deshalb wird - zunächst bis zum Ende des Jahres 1999 - die Abfolge der Sendebeiträge im Offenen Kanal Offenbach/Frankfurt versuchsweise strukturiert: Montag, Donnerstag und Freitag stehen für überwiegend deutschsprachige Beiträge zur Verfügung, wobei für Donnerstag und Freitag feste Sendeplätze vergeben werden. Dienstags und mittwochs stehen feste Sendeplätze für überwiegend fremdsprachige Beiträge zur Verfügung.
Das Projekt "Fremde Zungen" und die versuchsweise Vergabe fester Sendeplätze sind Teil eines Maßnahmenpaketes, das die Versammlung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), die die Offenen Kanäle in Hessen einrichtet und betreibt, beschlossen hat. "Wir sind zuversichtlich, dass mit diesen Maßnahmen sowohl den Interessen der Migranten als auch denen deutscher Zuschauer gedient ist", sagte die Vorsitzende des Programmausschusses der LPR Hessen, Gabriele Kögel-Sell.