Corona fordert die politische Bildung und die Medienbildung in doppelter Hinsicht heraus: Extremist/-innen nutzen Corona, um sich in Debatten einzuschalten und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Manche stellen Corona als Täuschung der Bevölkerung durch Politik und Medien dar. Andere sprechen von Corona als Strafe Gottes. Solche Sichtweisen können zu verhängnisvollem Verhalten führen. Es gilt, diese Strategien zu durchleuchten und zu enttarnen. Dies kann in Form von Angeboten der Medien- und der politischen Bildung geschehen. 

Bisher konnten diese notwendigen Bildungsangebote in Form von Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden. Zurzeit stehen die Bildungspraktiker/-innen jedoch vor der Herausforderung, keine Seminare oder Gruppenangebote mit physischer Anwesenheit umsetzen zu können. Die Teilnehmer/-innen sind, wenn überhaupt, nur auf digitalem Wege erreichbar. Das bedeutet: Digitale Seminarkonzepte müssen entwickelt werden, die die Strategien der Extremist/-innen aufdecken helfen.

Unser Webinar soll beides in den Blick nehmen: In einem ersten Teil wollen wir Ihnen aufzeigen, wie Extremist/-innen die aktuelle Pandemie für ihre Zwecke nutzen. In einem zweiten Schritt wollen wir gemeinsam überlegen, wie diese Inhalte digital aufbereitet werden können, welche Plattformen dazu geeignet sind und wie die Zielgruppen erreicht werden können. In verschiedenen digitalen Workshop-Angeboten besteht abschließend die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Medienexpert/-innen zu verschiedenen Themen praxisorientiert weiterzubilden. 

Unsere Veranstaltung richtet sich an Multiplikator/-innen im Bildungsbereich, zum Beispiel politische Bildner/-innen, Medienbildner/-innen, Lehrer/-innen, Jugendsozialarbeiter/-innen und Respekt Coaches.

Die Medienanstalt Hessen bietet das Webinar an in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (AKSB), dem Bonifatiushaus - Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda und der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz.

Programm

Teil 1

11:00 Uhr
Eröffnung

11:15 Uhr 
Wie Extremist/-innen die Corona-Pandemie nutzen
mit Isabel Binzer und Flemming Ipsen von jugendschutz.net

11:45 Uhr
Von Präsenz- zu Online-Formaten in der Präventionsarbeit
mit Prof. Andreas Büsch, Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz und Theresia Hansen, Referentin für Digitale Bildung KEB Rheinland-Pfalz


12:15 Uhr
Mittagspause


Teil 2

14:00 Uhr
Expert/-innengespräche zu folgenden Themen (parallel): 

  1. Erklärvideos: Tipps für die Erstellung und den Einsatz im Webinar
    mit Vera Borngässer, Diplom-Medienberaterin (ARS), Digitale Helden gGmbH

  2. Mit welchen interaktiven Apps belebe ich mein Webinar?
    mit Marie-Juliette Leißner, Kultur- und Medienpädagogin M.A., Digitale Helden gGmbH

  3. „Auf die Ohren“: Podcast als Chance für die Bildungsarbeit
    mit Benedikt Geyer, Sozialarbeiter/-pädagoge (M.A.), Gründer des Podcasts IWMM (Irgendwas mit Menschen) 

15:00 Uhr
Ende der Tagung

Moderation: 
Theresia Hansen, Referentin für Digitale Bildung der KEB Rheinland-Pfalz

 

Tagungsleitung/Veranstalter:

Sandra Bischoff, Leiterin des Referats Prävention und Medienkompetenz der LPR Hessen
Prof. Andreas Büsch, Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz
Gunter Geiger, Direktor des Bonifatiushaus Fulda
Dr. Andrea Keller, Projektkoordinatorin Projekt "Religionssensible politische Bildungsarbeit" der AKSB
Markus Schuck, Referent für politische Bildung der AKSB

 

Anmeldung

Anmeldung unter: Medienbildung-politisch-digital 

Die Teilnehmer/-innenzahl ist begrenzt. Wir bitten daher um verbindliche Anmeldung bis zum 29. Mai 2020

Die Teilnahme ist kostenfrei!

Wichtig: Bitte geben Sie bei der Anmeldung unter „Anmerkung“ unbedingt an, an welchem der drei Expert/-innengespräche Sie teilnehmen möchten. 

Es ist notwendig, bei „AGB gelesen und akzeptiert“ ein Häkchen zu setzen. Die anderen Kästchen bitte nicht ankreuzen. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten rechtzeitig vor der Veranstaltung. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Internetzugang (Laptop/PC, Tablet oder Smartphone) oder ein Telefon.

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