Aus Erfahrung gut?!

Politische Bildung und Medienbildung „nach Corona“

Nach Delta kommt eigentlich Epsilon – aber wir sind mittlerweile laut RKI bei Omikron. Und wir wissen heute noch nicht, welche neuen Virus-Varianten unser gesellschaftliches Leben beeinträchtigen werden und in welcher Intensität. Doch eins ist bereits jetzt sicher: Die Folgen von Corona werden uns noch einige Jahre begleiten und nicht einfach von heute auf morgen verschwinden.

Damit drängt sich die Frage auf, welche Änderungen sich daraus langfristig für unser gesellschaftliches Leben ergeben: Sind wir einsamer geworden und haben uns teilweise in eine vorsichtige oder gar resignierte Selbstisolierung zurückgezogen? Hat das erzwungene Social Distancing den Digitalisierungsschub befördert – oder steigert die fortschreitende Digitalisierung die Tendenz zur „neuen Einsamkeit“? Sind einzelne Bevölkerungsgruppen, wie z.B. benachteiligte Kinder und Jugendliche, durch die Pandemie besonders stark belastet? In welchen gesellschaftlichen oder digitalen Räumen halten sie sich heute auf, wo und wie kommunizieren sie miteinander?

Darüber hinaus ergeben sich für den Bereich der politischen Bildung und den Bereich der Medienbildung zusätzliche Fragen: Welche Perspektiven ermöglicht der viel beschworene „Digitalisierungsschub“? Ist unsere Arbeit schon „aus Erfahrung gut“ oder müssen wir neue Formate integrieren? Wie kann zum Beispiel künftig eine kluge Integration von Präsenz- und Online-Formaten sowie von analogen und digitalen Ansätzen in der Bildungsarbeit aussehen? Was müssen wir über Format- und Ausstattungsfragen hinaus bedenken? Wie erreichen wir die Kinder und Jugendlichen in Zeiten von und nach Corona mit unseren Bildungsangeboten? Wie können wir sie (wieder) zur gesellschaftlichen Partizipation motivieren?

Diese Fragestellungen werden wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Wissenschaft, der Politik, der politischen Bildung und der Medienbildung erörtern. Mit theoriebezogenen Inputs und in praktischen Workshops werden wir Wege aufzeigen, wie mit unterschiedlichen digitalen Methoden – auch kombiniert mit Offline-Angeboten – Bildungsinhalte vermittelt werden können. Zu der Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe mepodi – Medienbildung politisch und digital laden wir Sie herzlich ein.

Wir freuen uns auf einen intensiven fachlichen Austausch im Netz und in Fulda!

Joachim Becker
Direktor der Medienanstalt Hessen

Prof. Andreas Büsch
Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz

Gunter Geiger
Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda

Andrea Rühmann

Geschäftsführerin der AKSB – Arbeitsgemeinschaft katholischsozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e. V.

Programm

Mittwoch, 11. Mai 2022, 14.00 - 20.00 Uhr

12.00 Uhr

Anreise

13.00 Uhr

Mittagessen

14.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Gunter Geiger und Joachim Becker

14.15 Uhr

Von der Exklusion in die Inklusion?

Dr. Guido Bröckling Leiter Büro Berlin des JFF - Institut für Medienpädagogik

15.15 Uhr

Kaffeepause

15.45 Uhr

Hilfe, wo sind die Jugendlichen? Neue Erkenntnisse aus der JIM-Studie

Sabine Feierabend mpfs, Referentin für Medienforschung & Analystics des SWR

16.45 Uhr

Wie werden wir erfolgreiche Influencer?

Finn Lasse Andresen Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Agentur People on the Hill (POTH)

17.45 Uhr

Wie müssen Bildungsangebote morgen aussehen? Konsequenzen nach dem "Digitalisierungsschub"

Podiumsdiskussion

Anne Heidel filmreflex

Ulrike Maqua Franziskanisches Bildungswerk Großkrotzenburg

Sabine Feierabend SWR

Dr. Guido Bröckling JFF

Finn Lasse Andresen Agentur People on the Hill POTH

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Ausklang/freier Abend

Tagesmoderation: Werner Schlierike hr info

An den Programmpunkten des ersten Tages kann auch online teilgenommen werden.

Donnerstag, 12. Mai 2022, 9.00 - 13.00 Uhr

9.00 Uhr

Neue Formate nach Corona - Praxis-Workshops

Wie können gelingende Formate aussehen, die die Vorteile von analogen und digitalen Formen sowie von Präsenz- und Online-Veranstaltungen verbinden?

Bildung.geht.online. Tools für gelingende (hybride) Angebote

Prof. Andreas Büsch und Jeanine Wein Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz

Online-Bar-Camp: Ein Format mit Zukunft oder zurück zur Präsenzveranstaltung?

Marie Leisner freie Medienpädagogin, Berlin

Das Beste aus zwei Welten?! – Hybride Veranstaltungen konzipieren, planen und durchführen.

Tom Ritschel Formenfinder

Medienkompetenz inklusiv im Netz vermitteln

Stefan Braun AKSB-Projekt »Wie geht Demokratie?«

Blended-Learning: Vom Konzept zur Veranstaltung

Stefan Will Volkshochschule Fulda

10.15 Uhr

Pause

10.30 Uhr

Fortsetzung der Praxis-Workshops

11.30 Uhr

Kurzberichte aus den Workshops

11.45

Pause

12.00 Uhr

Die neue Einsamkeit? Bildungspolitische Perspektiven nach/mit Corona

Diana Kinnert Politikerin, Unternehmerin und Publizistin

13.00 Uhr

Mittagessen, Ende der Tagung
In Kooperation mit
Logos Kooperationspartner mepodi 2022: Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Bonifatiushaus Fulda, Clearingstelle Medienkompetenz

Alle Vorträge werden aufgezeichnet und sind im Anschluss an die Tagung abrufbar unter: www.mepodi.de