Krisen jeglicher Art waren schon immer wichtiger Bestandteil der medialen Berichterstattung. Doch speziell seit den vergangenen zwei Jahren nehmen Krisenthemen einen beachtlichen Umfang in der Berichterstattung ein: angefangen mit der Corona-Pandemie bis zu den aktuellen Kriegsgeschehnissen in der Ukraine. Alle Medienschaffenden sehen sich dabei den Herausforderungen einer angemessenen Berichterstattung ausgesetzt.

Für die journalistische Arbeit entwickeln sich daraus entscheidende Fragen: Wo liegen, im Wettbewerb um Quote und Auflage, die Grenzen zwischen objektiver Berichterstattung und Sensationsgier? Welche Rolle spielt die Moral? Wie ändert sich die Arbeitsweise von Journalisten? Welchen Einfluss auf die Berichterstattung haben Social-Media-Plattformen?

Welche Gefahren für den Journalismus bestehen und mit welchen Antworten er darauf reagieren sollte, ist Thema der Online-Veranstaltung, zu der wir Sie herzlich einladen.

Experten aus dem Medienbereich stellen sich in verschiedenen Vorträgen und einer abschließenden Diskussionsrunde den brennenden Fragen dieser Zeit. 

Die Veranstaltung richtet sich an Medienschaffende sowie generell Interessierte aus dem Medien-, Bildungs- und Politikbereich.

Programm

14.45 Uhr

Einlass: Come together

15.00 Uhr

Begrüßung

Joachim Becker, Direktor Medienanstalt Hessen (LPR Hessen)

15.10 Uhr

Drei Impulse

Täglich acht Stunden Dauerkritik: Über die redaktionelle Arbeit einer Tageszeitung während Corona
Axel Grysczyk, Chefredakteur der HNA (Hessische/Niedersächsische Allgemeine)

Kriegsberichterstattung und Ansprüche an den Friedensjournalismus
Prof. Dr. Christian Schicha, Professor für Medienethik an der Universität Erlangen-Nürnberg

CONFLICTS OF INTEREST – Die Rolle der Digitalkonzerne im Kontext des Ukraine-Kriegs
Dr. Martin Andree, Privatdozent für Digitale Medien

Ab 16.25 Uhr

Moderiertes Gespräch und Diskussion

Moderation: Tanita Blumenauer - Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medienanstalt Hessen