Endlich wieder Präsenz-Projekte!

Schon kurz nach den Corona-Lockerungen führte das Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen im Juni an der Korczak-Schule in Gießen drei Trickfilmprojekte mit insgesamt 76 Schüler*innen der vierten Klassen durch. Mit dabei waren die beiden Freiwilligen im sozialen Jahr, Leonie Siefert und Felix Weileder, die nach langem Lockdown endlich an einem Praxisprojekt in Präsenz teilnehmen konnten. Nachfolgend haben die beiden ihre Eindrücke von den drei jeweils 4-tägigen Workshops zusammengefasst:

Ziel war es den Grundschüler*innen beizubringen, wie ein Animationsfilm entsteht und welche Aspekte bei Konzeption und Produktion zu beachten sind. Hierfür dachten sich die Schüler*innen eigene kurze Handlungen aus.

 

In einer Handlung mit dem Titel „Wer wird Superschüler?“ wurde zum Beispiel in einem aus Lego gebastelten Studio eine Quizsendung mit Playmobilfiguren veranstaltet, in welcher Grundschüler einfache Fragen beantworten sollten.

 

Für diesen Trickfilm wurden zuerst die Tonspuren aufgenommen, also der Dialog, die Musik und die Publikumsgeräusche. Als die Tonfassung des Trickfilmes fertig produziert war, ging es darum, die einzelnen Szenen zu bebildern. Hierbei lernten die Schüler*innen, das Aufbauen und Einstellen der Kamera und die Verwendung verschiedener Kamerawinkel. Der Trickfilm wurde mit acht Bildern pro Sekunde produziert und hat eine Spieldauer von circa vier Minuten.

 

Bei der Animation der einzelnen Figuren bewiesen die Grundschüler*innen große Geduld, Konzentration und Geschick. Ein große Herausforderung waren die Playmobil-Figuren. Durch ihre starre Art und den immer gleichbleibenden Gesichtsausdruck beschränkten sich die Animationsmöglichkeiten hauptsächlich auf die Bewegung der Arme. Eine weitere Herausforderung war der wackelige Stand der Playmobil-Figuren auf der Lego-Platte, welche als Boden diente.

 

Trotz all dieser und weiteren Schwierigkeiten wurde der Trickfilm rechtzeitig fertig und sorgte für Begeisterung bei den Grundschüler*innen.

 

Wir selbst waren überrascht, dass die Grundschüler*innen, nachdem wir ihnen die zu beachtenden Aspekte erklärt hatten, sehr eigenständig gearbeitet und viele eigenen Ideen eingebracht haben. Die Teamwork klappte erstaunlich gut und es war offensichtlich, dass die Kinder nach dem Fernunterricht glücklich waren, endlich wieder in Gemeinschaft aktiv sein zu können.